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Artikel vom Freitag, 24. Februar 2017

Fall Schwazer: Probe soll in Köln bleiben

Der Internationale Leichtathletikverband hat Einspruch gegen die Überführung der Urinprobe von Alex Schwazer eingelegt. Nun muss das Oberlandesgericht Köln entscheiden ob die beschlagnahmte Probe nach Italien „ausgeliefert“ wird.

Die Doping-Probe von Alex Schwazer soll in Köln bleiben.

Die Doping-Probe von Alex Schwazer soll in Köln bleiben. - Foto: LaPresse

Der Dopingfall um Alex Schwazer treibt immer skurrilere Blüten. Eigentlich sollte die beanstandete Urinprobe, in der synthetisches Testosteron gefunden wurde, schon längst im Labor der Carabinieri-Sondereinheit RIS in Parma sein. Doch noch immer befindet sich der auf Antrag aus Bozen von der Kölner Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Behälter in einem Labor in Köln. 

Und dort könnte er im schlimmsten Fall auch bleiben. Der Internationale Leichtathletikverband hat nämlich gegen die vom Bozner Richter Walter Pelino geforderte Überstellung der Probe nach Italien eine Eingabe gemacht.

Laut IAAF-Schreiben sei eine Herausgabe der Proben eine Einmischung in interne Angelegenheiten. Demnach sollten die Tests entweder zur Gänze im Labor in Köln gemacht werden. Als Alternative wäre man zwar bereit, einen Teil des Urins nach Italien zu bringen. Untersucht werden soll es dann aber nicht in Parma sondern im Labor der Welt-Antidoping-Agentur WADA in Rom. 

Nun muss das Oberlandesgericht in Köln entscheiden, was mit Schwazers Urinprobe passieren soll. In Bozen gibt man sich jedenfalls noch nicht geschlagen.

em

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der Wochenend-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

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