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Artikel vom Montag, 8. April 2019

Flughafen Bozen: Bald einige Linienflüge

Nun ist es fix: Ab Ende Mai wird die private ABD Holding der Unternehmer Josef Gostner, René Benko und Hans Peter Haselsteiner dem Bozner Flugplatz neues Leben einhauchen.

Foto: shutterstock

„Fix mit einer Linie Bozen-Rom, aber auch mit Anbindungen an andere Knotenpunkte“, sagt Gostner. Konkrete Anfragen von Fluggesellschaften lägen bereits vor.Es war das einzige Angebot, das bis 14. Februar zur Übernahme der Flugplatzbetreibergesellschaft (ABD) hinterlegt worden war.

Nun hat die Wettbewerbskommission das Gebot der ABD Holding auf die technischen Aspekte hin geprüft – und mit 93,7 Punkten beinahe die volle Punktezahl vergeben. Damit soll der Bozner Flugplatz Ende Mai definitiv in private Hände übergehen. Den kolportierten Kaufpreis von 4 Millionen Euro – das Land hatte 3,8 Millionen gefordert – will und darf Josef Gostner zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigen.

Damit wird dem Ergebnis der Volksabstimmung von 2016 Folge geleistet, bei dem sich eine große Mehrheit für ein Finanzierungsstopp des Landes beim Flugplatz ausgesprochen hatte. Einmal in ihrer Hand, haben die Unternehmer auch schon klare Pläne.

Flüge von Bozen nach Rom sind fix 

„Fix ist, dass die Flüge Bozen-Rom wieder aufgenommen wird“, sagt Gostner, mit 52 Prozent der Anteile Mehrheitseigner und Präsident der Gesellschaft. Anders als in Vergangenheit, als Linienflüge nach Rom noch mit öffentlichen Geldern bezuschusst worden waren, soll deren Zahl von einst 4 auf 2 pro Tag – ein Hin- und Rückflug morgens, einer abends – reduziert werden. „Ziel muss sein, weniger Flüge, die aber besser ausgelastet sind“, erklärt Gostner.

Dadurch steigere man die Wirtschaftlichkeit. Entsprechende Anfragen aus Spanien und England lägen bereits vor.

„Wir wollen nicht größenwahnsinnig werden“

Durch die Reduktion der Rom-Flüge könnten mit derselben Maschine von Bozen aus auch andere Knotenpunkte, so genannte Hubs, wie etwa München, Frankfurt oder Wien angeflogen werden. „Britisch Airways hat zudem Interesse bekundet, von London aus Bozen anzufliegen“, so Gostner. „Natürlich nicht täglich, aber 2 Mal pro Woche, im Winter auch öfter.“ Vor allem in diesem Zweig sieht Gostner enormes Potenzial für Südtirols Tourismus. „Nordtirol hat heute rund 40 Millionen Nächtigungen bei 1,2 Millionen Fluggästen in Innsbruck. Südtirol hat 32 Millionen Nächtigungen und null Fluggäste in Bozen“, gibt er zu bedenken, tritt aber gleichzeitig auf die Bremse. „Wir wollen nicht werden wie Innsbruck, sondern das Ganze schön langsam aufbauen und nicht größenwahnsinnig werden.“

Und wie sieht es mit der Verlängerung der Landesbahn aus? „Das ist eine reine Sicherheitsfrage. Geflogen wird mit Maschinen mit 70 bis 90 Sitzplätzen, denn mit größeren Maschinen in Bozen zu landen, ist technisch sehr schwierig“, weiß Gostner. Theoretisch stehe die Verlängerung der Piste zwar in der Ausschreibung. „Aber es liegt nicht nur an uns, sie auszuführen oder nicht“, sagt er.

D/em

Josef Troger, Leifers

"Eine große Mehrheit" ? Von den "Wahlberechtigten" (Quorum 40 %) haben 46,7 % abgestimmt (nicht einmal die Hälfte) und "DAVON" waren 79,6 % gegen die weitere Finanzierung des Flughafens !

08.04.2019 13:10 Uhr

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Giovanni Clignon, Steinmannwald

Die politische Feinheit war das Referendum fuer Finanzierungsstop auszuschreiben. Das Resultat des Referendums war allerdings dass KEINE Linienfluege mehr starten oder landen sollten denn Sudtirol braucht keinen Flughafen. Verona und Innsbruck sind genug, und unsere Politiker sollen ruhig mit der Bahn nach Rom fahren. Soll man eine zweite Volksabstimmung ausschreiben um Linienfluege zu vermeiden?

08.04.2019 12:21 Uhr

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2 Kommentare

 

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