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Artikel vom Samstag, 10. August 2019

Frau aus München stürzt am Meraner Höhenweg in die Tiefe

Die Unfallserie in Südtirol reißt nicht ab: Nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Burgeis im Vinschgau, kam es am Samstag gegen 10.30 Uhr zu einem schweren Bergunfall am Meraner Höhenweg. Wie durch ein Wunder überlebte die betroffene deutsche Touristin einen Absturz schwer verletzt.

Foto: Willy Costamoling

Foto: Willy Costamoling

Eine Frau aus München stürzte beim Wandern am Meraner Höhenweg oberhalb von Saltaus etwa 60 Meter in die Tiefe und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die Rettungsaktion gestaltete sich sehr schwierig.

Als die Bergrettung Meran die Frau an der schwer zugänglichen Stelle erreichte, begann sie umgehend mit der Erstversorgung der etwa 45-Jährigen. Der Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites barg sie anschließend mit der Seilwinde und flog sie zur Stabilisierung ins Krankenhaus von Meran und kurze Zeit später ins Krankenhaus Bozen.   

Die Carabinieri standen bei dem schweren Freizeitunfall ebenfalls im Einsatz.

stol

Robert Huber, Bruneck

Frau Thum, tatsächlich gibt es immer wieder unerfahrene Personen, die sich auf den Berg begeben und dabei auch zu Schaden kommen. In der Tat ist es sehr bedenklich, dass dabei Bergretter zum Einsatz kommen müssen, die sich ihrerseits in Gefahr begeben. Jedoch möchte ich auch betonen, dass niemand gezwungen wird, sich dieser Gefahr auszusetzen. Bergretter wird man durch eigene, freiwillige Initiative. Weiters wäre ein "Bergführerschein" wohl unverhältnismäßig. Man könnte diese Gefahren auch dadurch reduzieren, dass sich Personen verstärkt mit Bergführern auf den Berg begeben. Jedoch wird man mit Verboten hier nicht weiterkommen.

17.08.2019 19:28 Uhr

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Monika Thum, München

Lieber Herr Gaessler, ich lese gerade, dass Ihnen mein Kommentar nicht gefallen hat. Ich habe nicht nur einen Unfall gemeint, sondern viele. Und immer werden andere Menschen mit hineingezogen. Wenn die Bergretter suchen müssen und selbst in Gefahr geraten, wenn Gewitter auf dem Berg aufziehen und die Helfer in Not kommen. Das alles, weil es beschränkte Kletterer und Wanderer, Schifahrer gibt, die sich selber überschätzen. Besonders die Schiathleten sind für Andere gefährlich. Sie treten mit ihrer Schifahrergier auf der unbefahrenen Piste ein Schneebrett los und die anderen Schifahrer auf der Piste, werden verschüttet. Bei den Wanderern liest man oft etwas von irgendwelchen Deutschen,die auf einem Höhenweg abgestürzt sind. Das heißt, dass sie nicht aufgepaßt haben. Der Berg-und Schiführerschein wäre eine gute Lösung.

17.08.2019 15:17 Uhr

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Egmar Gaessler, Ingolstadt

Ja ist denn sowas noch auszuhalten: Da war jemand überhaupt nicht beim Unfall dabei, kennt die Verunglückte überhaupt nicht, und dann ein solches Negarivgeschmarre! Gottseidank muß sich jeder für seinen Beitrag identifizieren. Zur konkreten Situation: Wenn ich mich nicht 1972 vor dem Wehrdienst drücken gekonnt hätte, hätte ich bei der Deutschen Bundeswehr versucht meinen Heeresbergführer zu machen. Klettern tue ich nur gemütlich bis zum 5er, soweit man halt noch Bergstiefel trägt und Rucksack, gerne auch mit viel Luft unter dem Hintern. Ansonsten Alles alpin (auch Canyoning und Wüste) was geht, inklusive Winterbergsteigen auch auch 4000ern, auch mit Biwak in Gletscherspalten, und gezieltem Selbsauslösen von Lawinen (ich bin Ingenieur, verstehe daher was von Statik etc.). Bei Unfällen wenn Ski verfügbar sind ist es Ehrensache bis zum Gras mit Skischlitten zu transportieren, und wenn das der Parkplatz ist dann den kompletten Skischlitten in den Kombi und so bis in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Akja und lokale Bergrettung oder Hubschrauber nur wenns nicht anders geht. In der Texelgruppe habe ich fast das einzigemal in meinem Bergsteigerleben geflucht: die dort herrschende Mode des verkehrtrum dachziegelartig Legens von Platten auf den Wegen hat mich immer unsicher gemacht. Meiner Frau wurde das auch zum Verhängnis, sie stolperte beim Wandern und verdrehte sich den Knöchel - trotz Westalpen-Plastikstiefeln. Daraufhin mußten wir - sie mit meinem überlangen Metallschaftpickel als Gehstock - von Nassereith (noch vor dem Erdbeben) zu einer Seilbahnstation hinüberschleichen, statt zu Johanni (viel Schnee) am Hauptkamm die hohe Überschreitung zum Gasthaus Hochfirst zu machen. Wegen dieser Platten waren wir auch nie mehr in der Texelgruppe. Woanders in Südtirol schon, z.B. zwischen Plose und Karerpaß und im Friaul sowie im Nonstal wo die Äpfel Melinda heißen und die Bären nicht aus Gelatine sind (kenne ich aus meiner Zeit in den USA von den Appalachen, da kommt es auch sehr auf die Umgangsformen an). Wegen des Preisniveaus auch gegenüber Kindern (die müßten bei Aktionswochen wie z.B. Törggelen ein volles riesiges Menü nehmen - und natürlich auch zahlen) und wegen des fehlenden Rauchverbots in F-P-Österreich sind wir inzwischen meistens in Slowenien, das wir über Regensburg - Passau - Wels - Graz anfahren statt uns zwischen München und Rosenheim bzw. Salzburg zu stauen. Oder mal Opi / Pescasseroli, Cinque Terre oder Ravenna - wo halt keine Deutschen sind. Zumindestens keine solchen, die solche Leserbriefe schreiben. Klobenstein am Ritten ist uns eh schon seit den vom Enkel des letzten bayerischen Wittelsbacher Königs veranlaßten konspirativen Wanderungen des Kiem Pauli in den 1920ern und später Karl und Grete Horak und dann Adolf Quellmalz ein Zuhause, wer weiß wer der Kofler Franz vom RAI Bozen ist kennt den Grund, der stets mit enem Berg Knoblauchspaghetti vom Theo endet.

12.08.2019 14:10 Uhr

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Monika Thum, München

Ich sags immer wieder: Viele Touristen gehen auf Berge und die Meisten haben keine Ahnung.. Kein Wunder, dass immer wieder wer abstürzt. Man sollte den Bergführerschein einführen. Das würde weniger Bergrettungskosten ausmachen!

10.08.2019 17:50 Uhr

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4 Kommentare

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