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Artikel vom Mittwoch, 16. Mai 2018

Gefährliche Lyme-Borreliose nicht erkannt

Die Lyme-Borreliose ist eine tückische Erkrankung, die nicht immer gleich erkannt wird: Eine junge Frau aus St. Georgen war 2 Mal im Krankenhaus und wurde mit einer Creme vertröstet, bevor dann endlich der Hausarzt die Borreliose diagnostizierte und ihr die helfenden Antibiotika verschrieben hat. Lyme-Borreliose kommt in Südtirol viel öfter vor als die noch gefürchtetere Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). Wird Borreliose nicht rechtzeitig behandelt, können die Borrelien Nerven, Gelenke und das Herz angreifen.

Im Unterschied zur Frühsommermeningoenzephalitis, die ebenfalls von Zecken verursacht wird (die „Dolomiten“ berichteten) kann man sich gegen Lyme-Borreliose nicht impfen lassen.

Im Unterschied zur Frühsommermeningoenzephalitis, die ebenfalls von Zecken verursacht wird (die „Dolomiten“ berichteten) kann man sich gegen Lyme-Borreliose nicht impfen lassen. - Foto: shutterstock

Ende April wurde die junge Frau zu Hause, auf einer Wiese in St. Georgen, gestochen – neben dem linken Sprunggelenk. Die Wunde blutete leicht. Das winzig kleine Tier selbst hat sie nicht gesehen. Weil es zu einer Entzündung kam und sich die Stichstelle immer wärmer anfühlte, begab sich die Frau in die Apotheke, wo sie eine Creme mit Antibiotikum erhielt. Etwa eine Woche nach dem Stich traten bei ihr dann grippeähnliche Symptome auf: Sie musste am 2. Mai abends erbrechen und weil sie befürchtete, dass dies die Folge eines Zeckenstiches sei, suchte sie die Notaufnahme des Krankenhauses auf. Der Arzt dort meinte, das Ganze sehe aus wie ein Insektenstich, da reiche eine Creme aus.

„Ich entgegnete dem Arzt dann, dass ich bereits eine Creme mit Antibiotikum nehme, und trotzdem fühlte sich der Fuß immer heißer an“, erzählt die Frau. „Darauf sagte man mir, das werde wohl eine Reaktion auf das Antibiotikum sein – deshalb wurden andere Antibiotika aufgetragen. Man sagte mir auch, ich solle am nächsten Tag die Haut-Ambulanz aufsuchen. Dort – am nächsten Tag – meinte die Ärztin dann, das sei wohl ein Mückenstich, sie habe so etwas jetzt schon 3 oder 4 Mal gesehen, ich solle nur weiterhin Creme auftragen und nach 3 bis 4 Tagen sei alles vorbei.“

Der Hausarzt in Sterzing kam dann zum Schluss, dass seine Patientin von einer Zecke gestochen worden war. Das sehe man am weißen Ring um den Einstich – daneben war noch ein weiterer Ring.

Der Hausarzt verschrieb ihr dann sofort Antibiotika zum Einnehmen. Und: „Er erklärte mir, solche Stiche müsste man immer von innen heraus behandeln – nicht von außen mit einer Creme“, berichtet die St.-Georgenerin. Seit sie das Antibiotikum nehme, hätten die Beschwerden nachgelassen – und sie fühle sich auch nicht mehr so schlapp.

D/hof

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe zur Lyme-Borreliose gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

rudy koefele, Lana

Finde diesen Artikel nicht ganz fair gegenueber dem Krankenhauspersonales, wenn man den Krankheitsverlauf der Borreliose kennt dann muss man folgendes sagen:" Infiziert man sich durch einen Zeckenbiss mit Borrelien, kann nach wenigen Tagen und Wochen eine kreis- oder ringförmige rote Hauterscheinung auftreten." Wenn man also gleich nach dem Biss in die Erste Hilfe rennt dann hat das Personal nicht wirklich die Möglichkeit die Krankheit zu diagnostizieren, oder man gibt Antibiose allen Insektenstichen welche in die Erste Hilfe kommen. sollte man also allen Insektenstichen Antibiose verabreichen oder sollte man doch besser beim auftreten weiterer Symptome weitere Therapien verabreichen. Frage ist also waren zum Zeitpunkt des Aufenthaltes in der Ersten Hilfe schon die fortgeschrittenen Anzeichen einer Borreliose vorhanden? Kritisieren ist leicht, Fakten kennen und fair bleiben nicht so.

16.05.2018 16:10 Uhr

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1 Kommentar

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