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Artikel vom Freitag, 23. August 2019

„Happy End“ nach Hund-Entführung

Der bekannte Bozner Hotelier Stefan Mayr ist ein begeisterter Bergsteiger. Bei seinen Touren stets mit dabei ist sein Hund Gandhi; ein Berner-Sennenhund-Mischling. Sobald das eigentliche Klettern beginnt, wartet der Vierbeiner immer geduldig am Fuß der Kletterwand, bis sein Herrchen wieder zurückkehrt. Bis zum vergangenen Wochenende hat diese Vorgangsweise immer einwandfrei geklappt.

Als der Berner-Sennenhund-Mischling Gandhi sein Herrchen im Hubschrauber sah, sprang er sofort an Bord. - Foto: Screenshot Video privat

Als der Berner-Sennenhund-Mischling Gandhi sein Herrchen im Hubschrauber sah, sprang er sofort an Bord. - Foto: Screenshot Video privat

Am vergangenen Wochenende waren Mayr und sein Gandhi wieder einmal für 2 Tage unterwegs. Nach der Übernachtung auf der Mulaz-Hütte in der Palagruppe in der Provinz Belluno, brachen sie am Samstagvormittag in Begleitung eines Bergführers in Richtung „Banca delle fede“ auf.

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Vor dem Einstieg in die Kletterwand hat Mayr seinen Hund mit einem Sicherungsgerät angehängt und ihm Wasser und Futter hingestellt. Länger als 3 bis 4 Stunden lässt er ihn nie allein.

Beim Abstieg seiner Klettertour mit seinem Bergführer Davide bekam Mayr plötzlich einen Anruf. „Es waren Bekannte meines Bergführers. Sie berichteten mir, dass sie 2 ihnen unbekannte Personen in Begleitung meines Hundes angetroffen haben.“ Nachdem Mayr mit den Beiden am Abend zuvor in der Hütte zusammengesessen war und diese dabei auch den Hund kennengelernt hatten, stellten sie die Unbekannten mit Gandhi im Schlepptau zur Rede.

„Die Fremden haben behauptet, das Tier würde ihnen gehören. Sie hatten meinem Hund sogar die Plakette mit meiner Nummer abgenommen“, berichtet Mayr. Nach einer kurzen Diskussion zwischen Mayrs Bekannten und den mutmaßlichen Entführern suchten Letztere plötzlich das Weite. „Einer der beiden Hunderetter ist bei Gandhi geblieben, da dieser nicht mehr weitergehen wollte. Sein Kollege ist zur Rosetta-Hütte weitergegangen und hat mich dann angerufen“, berichtet Mayr. 

Da es bereits 17 Uhr war und es zu Fuß 6 Stunden gedauert hätte, bis man Gandhi zur Hütte hätte bringen können, entschied sich Mayr zu einer anderen, schnelleren Lösung: „Ich habe einen Freund und Hubschrauberpiloten angerufen und ihn damit beauftragt, Gandhi und seinen Retter abzuholen.“ Schon kurze Zeit später waren der Hund und sein Besitzer wieder vereint.

stol/D/stn

Paul Kirchhoff, Albstadt

Ob bekannt oder nicht, jedenfalls sollen sie Behörden dem Herrn mal die Grenzen seines Tuns aufzeigen! Da hilft auch kein Futter oder Wasser am Ablageort ...

24.08.2019 11:53 Uhr

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1 Kommentar

 

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