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Artikel vom Freitag, 19. Mai 2017

Kaltern: Bär plündert wiederholt Bienenstöcke

Bereits in der Nacht auf Donnerstag hatte ein Bär zwei Bienenstöcke in Altenburg, Kaltern, geplündert. In der Nacht auf Freitag kehrte er zum Tatort zurück.

Ein Bild der Zerstörung bot sich dem Kalterer Imker am Donnerstag. - Foto: G. Heiss

Ein Bild der Zerstörung bot sich dem Kalterer Imker am Donnerstag. - Foto: G. Heiss

2 von 40 Bienenstöcken eines Kalterer Imkers wurde in der Nacht auf Donnerstag zerstört. Am Freitag kehrte der Bär zurück. - Foto: G. Heiss

2 von 40 Bienenstöcken eines Kalterer Imkers wurde in der Nacht auf Donnerstag zerstört. Am Freitag kehrte der Bär zurück. - Foto: G. Heiss

Zwei von insgesamt 40 Bienenständen eines Kalterer Imkers hatte der Bär in der Nacht auf Donnerstag im Altenburger Wald nahe der Straße zerstört. „Wir gehen davon aus, dass der Bär wohl keinen großen Hunger hatte, ansonsten hätte er wohl noch mehr Stände zerstört“, berichtet der Obmann des Kalterer Imkervereins, Elmar Micheli.

Den Spuren und dem Standort der geplünderten Bienenstände zufolge kam der Bär wohl aus dem Unterland, anschließend begab er sich in Richtung Mendelkamm. Der entstandene Schaden von etwa 600 Euro war dabei noch glimpflich, erklärt der Obmann.

Vor allem bestand die Sorge, dass der Bär nicht wie erhofft in Richtung Mendel gezogen war, sondern noch einmal zurückkehren und weitere Bienenstände plündern könnte.

Bär kehrte in der folgenden Nacht zurück

Die Sorgen der Imker bestätigten sich bereits in der folgenden Nacht: Der Bär kehrte zurück und zerstörte einen weiteren Bienenstand.

Nun soll ein provisorischer Elektrozaun aufgebaut werden. Obmann Micheli ist skeptisch: „Ein schnell aufgestellter Elektrozaun hält einen entschlossenen Bären nicht von seiner Beute ab. Ein stabil gebauter Elektrozaun hingegen kann nicht schnell genug aufgebaut werden und ist langfristig auch nicht im Sinne der Imker. Aber dieser zweite Angriff lässt uns keine Wahl: Es bleibt nur zu hoffen, dass der provisorische Zaun den Bären abschreckt.“

Indes wird bereits seit Donnerstag eifrig nach dem Bären gesucht: „Wir haben Fellproben vor Ort gefunden, diese werden nun überprüft. Bereits vor wenigen Jahren hatte ein Bär einige Bienenstände geplündert. Auch damals hatten wir Fellproben vorgefunden. Nun können wir untersuchen, ob es sich um denselben Bär oder um einen anderen handelt“, so Micheli.

Die Forstbehörde sucht indes den Wald nach dem Bären ab, bisher jedoch ohne Ergebnis.

Altenburg beliebt bei Joggern

Altenburg ist nicht nur Standort der Landesimkerschule, sondern auch bei Sportlern sehr beliebt. Vor allem der Waldweg von der Sportzone nach Altenburg wird täglich von Joggern genutzt. „Zwar hat uns das Forstamt erklärt, der Bär sei wohl nur nachts aktiv. Aber auch im Trentino ist es schon vorgekommen, dass Jogger untertags von einem Bären angegriffen worden sind“, weiß Micheli. 

stol/liz

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