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Artikel vom Montag, 17. Juli 2017

Keine Ruhe am Bozner Obstmarkt

„Stirbt der Obstmarkt, stirbt auch die Altstadt“, warnt das Komitee Lebenswerter Obstmarkt. Menschenaufläufe würden die öffentliche Sicherheit gefährden.

Feuchtfröhliche Wochenenden am Bozner Obstmarkt.

Feuchtfröhliche Wochenenden am Bozner Obstmarkt. - Foto: D

Sie wundern sich, die Mitglieder des Komitees Lebenswerter Obstplatz, das seit Jahren immer wieder auf die Probleme rund um Bozens Partygasse aufmerksam macht.

Man verstehe nicht, dass für Veranstaltungen wie das Bozner Stadtfest künftig verschärfte Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sein sollen. Oder dass zukünftig ein Verbot von Gläsern und Alkohol bei Veranstaltungen gelten solle.

Denn der Gebrauch von Gläsern und Flaschen in der Öffentlichkeit sei bereits seit 2010 untersagt, betonen die Mitglieder des Komitees. Ihnen gehe es aber auch nicht darum, gelegentliche Feste wie das Stadtfest zu verhindern.

Die Altstadt: Schmutzig, laut, gefährlich

Die permanente Verschmutzung und Lärmbelästigung, die sich in den Straßen der Altstadt breitmachte, sei das eigentliche Problem, halten sie am Montag in einem Schreiben an die Medien fest. Und listen darin einige Vorschläge auf.

  • Die Gemeinde soll geltende Verordnung umsetzen, anstatt Veranstaltern neue Vorschriften zu machen;
  • Die Sicherheitskontrollen sollen verschärft werden. Die in den vergangenen Wochen aufgetretenen Fälle von Drogenkriminalität am Obstplatz seien der beste Beweis dafür;
  • Der Obstmarkt soll – mit Blick auf die öffentliche Sicherheit – als sensible Zone ausgewiesen werden.

Es sei, so das Komitee, „an der Zeit, endlich die Menschenaufläufe in bestimmten Bereichen der Altstadt unter Kontrolle zu bringen.“ Insbesondere am Obstmarkt, aber auch in anderen Straßenzügen der Altstadt, trete von Donnerstag- bis Sonntagabend eine Situation ein, die „eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstellen kann und für die sich anscheinend niemand zuständig fühlt“, ärgert sich das Komitee. Und bemängelt, dass die angebrachten Videokameras bisher keinen Effekt erzielt hätten, obwohl die dokumentierten Übertretungen eindeutig nachzuweisen wären.  

Zur Zusammenarbeit bereit

Die Stadtverwalter sollten endlich aktiv werden, fordert das Komitee Lebenswerter Obstmarkt und betont seinen Wunsch auf Zusammenarbeit. Denn, sterbe der Obstmarkt, sterbe auch die Altstadt.

stol/aw

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