"Die Masche ist raffiniert", sagt Plotegher auf Nachfrage von STOL. Daher will die Post- und Kommunikationspolizei Bozen schnell und flächendeckend informieren, dass verschiedene Internetbenutzer Opfer einer sehr gut ausgedachten Betrugsmasche geworden sind. Bereits 7000 Euro angezahltDenn: Unbekannte Kriminelle haben die Webseite einer polnischen Firma geklont, welche Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen verkauft.Und schon gingen ihnen gutgläubige Kunden ins Netz - auch aus Südtirol. "In einem Fall wurden gar satte 7000 Euro überwiesen", sagt der Oberinspektor. Erst nachdem die Opfer Geld überwiesen hatten, die Lieferung aber ausblieb, bemerkten sie den Betrug. Geld, das ins Ausland fließt, ist weg"Die Betrogenen müssen sich nicht schämen, sie sind nicht dumm, sondern die Betrüger sind sehr schlau und machen das professionell", sagt Plotegher. Die angeblichen Verkäufer versuchen, das Opfer zur Eile zu bewegen, es unter Druck zu setzen - mit Lockangeboten, Rabatten und Aussagen, wie: "Sonst geht der Traktor an jemand anderen". Und daher gehen die interessierten Käufer auf die Anzahlungsforderung ein. Plotegher rät im Betrugsfall immer zur Anzeige. "Auch wenn es bei Geld, das ins Ausland überwiesen wurde, sehr schwer ist, es wiederzubekommen", muss der Oberinspektor der Staatspolizei zugeben.Vorher eingehend kontrollierenBesser sei in jedem Fall, alle Daten vorher eingehend zu kontrollieren. "Man kann den Namen des angeblichen Verkäufers und die Nummer googeln, denn auch andere Betroffene geben ihre Erfahrung oft ein und warnen im Netz vor Betrügern", sagt Plotegher. Die Post- und Kommunikationspolizei Bozen rät allgemein, "besondere Vorsicht walten zu lassen, bevor man Bezahlungen zugunsten von Personen oder Firmen vornimmt, die versprechen, Güter und Artikel jeglicher Art zu verkaufen".Man solle sich auch nicht zur Eile drängen lassen. Anzeigen nehme zuGenerell hätten Anzeigen zu Online-Betrungsmaschen zugenommen, sagt Plotegher. "Doch nicht alarmierend - in Relation zu den stetig mehr werdenden Internetnutzern". Ein Teil des realen Handels habe sich in den Online-Bereich verlagert und die Leute würden auch immer häufiger dort einkaufen. "In Südtirol gibt es immer noch sehr viele ehrliche und gutgläubige Menschen. Aber lokal denken und global handeln, ist keine gute Idee", so Plotegher. Sein Rat daher: Vorsichtig sein, um derlei Betrug vorzubeugen. stol/ker