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Artikel vom Mittwoch, 31. Juli 2019

Leifers: Gewaltige Mure bahnt sich ihren Weg ins Tal

Wie berichtet zogen am Dienstagabend heftige über Südtirol hinweg. Am stärksten betroffen war dabei Leifers. Eine gewaltige Mure ging von Seit ab und bahnte sich ihren Weg bis hinunter ins Tal nach Steinmannwald. Die gute Wildbachverbauung hat Schlimmeres verhindert.

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Teile Steinmannwalds drohten überschwemmt zu werden. - Foto: DLife

Teile Steinmannwalds drohten überschwemmt zu werden. - Foto: DLife

Bis 3 Uhr morgens arbeiteten mehrere Bagger auf Hochtouren, um das Auffangbecken in Steinmannwald vom angeschwemmten Material zu befreien.

Bis 3 Uhr morgens arbeiteten mehrere Bagger auf Hochtouren, um das Auffangbecken in Steinmannwald vom angeschwemmten Material zu befreien.

30 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Leifers standen stundenlang im Einsatz.

30 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Leifers standen stundenlang im Einsatz.

Auf ihrem Weg nach Steinmannwald legte die Mure von Seit bis in die Leiferer Fraktion Steinmannwald etwa 800 Höhenmeter zurück und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Wie der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von Leifers Patrick Thaler gegenüber STOL berichtet, habe die Mure die Ausmaße von bis zu 7 Metern Breite und 5 Metern Höhe erreicht. 

Wie berichtet zog ein starkes Unwetter über Leifers hinweg. Laut dem Landesmeteorologen Dieter Peterlin fielen dort gewaltige Regenmassen in kürzester Zeit. Alarmiert wurde die Feuerwehr Leifers und die Berufsfeuerwehr Bozen gegen 22 Uhr von besorgten Bürgern, die beunruhigende Geräusche und unheimliches Tosen aus dem Tal vernahmen. 30 Mann der FFW Leifers machten sich daraufhin auf den Weg, um nach dem Rechten zu sehen. Kurz oberhalb von Steinmannwald kam ihnen dann auch schon die Mure entgegen. Wie sich nach den Kontrollgängen herausstellte, nahm die Schlammlawine in Seit auf etwa 1200 Metern ihren Anfang, zerstörte auf ihrem Weg nach unten mehrere Forstwege, die sie einfach mitriss, und verlegte auch eine Hofzufahrt in Seit. Das ganze Bachbett des Süßenbaches war von der Mure ausgefüllt worden. 

2 Baggerunternehmen standen und stehen auch am Mittwoch im Einsatz. - Foto: DLife

Das Material, das die Schlammlawine mit ins Tal schwemmte, überforderte zudem das Auffangbecken, das überzulaufen und Teile Steinmannwalds zu überschwemmen drohte.

Sofort wurde die Wildbachverbauung alarmiert und 2 Baggerunternehmen angerufen, die in letzter Minute Schlimmeres verhinderten. Bis 3 Uhr morgens arbeiteten mehrere Bagger auf Hochtouren. Die Wehrmänner waren bis dahin ebenfalls mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt, um die Situation unter Kontrolle zu halten.

Die Bewohner von Steinmannwald hatten angesichts dieses Ereignisses eine unruhige Nacht. Viele standen auf den Straßen oder am Balkon um das Geschehen zu beobachten.

Unruhige Nacht für die Bewohner in Steinmannwald. - Foto: DLife

Wie Kommandant Thaler erklärt, habe sich die in den letzten Jahren getätigte Wildbachverbauung am Seiter Berg mehr als ausgezahlt. Wie der Lokalaugenschein am Mittwochmorgen im Beisein des Leiferer Vizebürgermeisters Giovanni Seppi, den Landesgeologen und der Feuerwehr ergab, seien die 3 sich dort befindlichen Wildbachverbauungen bis ganz nach oben ausgefüllt gewesen und hätten ihren Zweck voll erfüllt. 

Die Hofzufahrt in Seit ist mittlerweile wieder befahrbahr, die Aufräumarbeiten entlang der Schneise und am Auffangbecken werden indes noch einige Zeit beanspruchen. 

stol/vs

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