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Artikel vom Freitag, 12. Oktober 2018

Neue Richtlinien für Menschen mit Behinderung

„Mittendrin, statt nur dabei" ist das wegweisende Motto des neuen Landesgesetzes zur Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Südtirol. Es ist seit Sommer 2015 in Kraft. Nun wurde ein weiterer Schritt zu seiner Umsetzung gemacht. Neu beschlossen wurden jetzt die „Richtlinien für die Dienste zur Arbeitsbeschäftigung und die sozialpädagogische Tagesbegleitung der Sozialdienste“.

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Neu beschlossen wurden jetzt die „Richtlinien für die Dienste zur Arbeitsbeschäftigung und die sozialpädagogische Tagesbegleitung der Sozialdienste“. - Foto: DLife

Neu beschlossen wurden jetzt die „Richtlinien für die Dienste zur Arbeitsbeschäftigung und die sozialpädagogische Tagesbegleitung der Sozialdienste“. - Foto: DLife

Ähnlich wie schon bei der Ausarbeitung des Landesgesetzes sind dabei wieder auch die Vertreter von Betroffenenverbänden aktiv miteinbezogen worden. „Dadurch können die Anliegen und Bedürfnisse der Nutzerfamilien direkt eingebracht werden und zwar für die Zielgruppen Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen“, erklärt Dorotea Postal, Präsidentin des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit.

Richtlinien bewirken eine Neuausrichtung der Dienste

Was für konkrete Auswirkungen der neue Beschluss der Landesregierung bringt, erklärt Landesrätin Martha Stocker: „Die Richtlinien bewirken eine Neuausrichtung der Dienste. Gab es bisher nur eine kurze, allgemeine Beschreibung der Leistungen, die in den Werkstätten und Tagesstätten erbracht werden, wurden diese nun genau definiert. Das schafft mehr Klarheit und Transparenz sowohl für die Bürger, als auch für die Fachkräfte der Sozialdienste.“

„Es ist ein Paradigmenwechsel, weil die Inklusion nun als Ziel über allem steht. Das bedeutet auch, dass die betreuten Personen nun aktiv einbezogen werden müssen. Gemeinsam werden nun individuelle Lebensprojekte entworfen, die flexibel auf die sich verändernden Bedürfnisse und Fähigkeiten eingehen“, so Stocker. Diese Teilhabe sei entscheidend, unterstreicht auch Dachverband-Präsidentin Dorotea Postal: „Es ist nicht mehr eine Planung für die Person, sondern mit der Person.“

Beratungen für Personal und Familien

Grundsätzlich gestärkt wird auch die Beratung der Familien durch das Personal der sozialpädagogischen Grundbetreuung in den Sprengeln, also auch von den teilstationären Diensten.

Ein zusätzlicher weiterer Qualitätssprung, so Stocker, sei die Zusicherung des Sanitätsbetriebs, die systematische und kontinuierliche psychologischen und psychiatrischen Betreuung in den Einrichtungen zu gewährleisten und die Zusammenarbeit mit den Fachkräften der Sozialdienste zu verbessern.

stol

Günther Alois Raffeiner, Taufers im Münstertal

Und wie üblich fällt euch das 5 Minuten VOR den Wahlen ein! 5 Jahre war Stillstand:SUPER!

12.10.2018 19:30 Uhr

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Karin Gasser, St.Johann in Ahrntal

Bin neugierig wie die psychiatrische Neuausrichtung vonstatten geht ? Genügt es in Zukunft für eine Einweisung in die Psychiatrie zum s sozialamt zu gehen ?

12.10.2018 18:41 Uhr

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2 Kommentare

 

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