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Artikel vom Dienstag, 13. März 2018

Ritten: Wolf reißt Reh

Während Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler Unterschriften gegen den Wolf sammelt, hat dieser wieder zugeschlagen: Am Ritten wurde in der Nacht auf Dienstag ein Reh gerissen.

Ein Reh wurde am Ritten vom Wolf gerissen.

Ein Reh wurde am Ritten vom Wolf gerissen. - Foto: STOL

Ein Anrainer meldete den Vorfall am Dienstagmorgen der STOL-Zentrale: Unterhalb des Wolfgrubner Sees ist ein Reh einem Wolf zum Opfer gefallen.

Das Wildreh hatte sich in das Gehege einer Hobbyzucht verirrt, wo Schafe, Hasen und andere Tiere gehalten werden. Kein anderes Tier kam zu Schaden.

Die Behörden wurden verständigt, vom Wolf fehlt bis jetzt aber jede Spur. „Die Leute hier in Unterinn sind aufgebracht“, so der Besitzer der Hobbyzucht. „Das kann so nicht weitergehen.“

Schon mehrfach hat der Wolf auf dem Ritten Tiere gerissen. Landesrat Arnold Schuler hat eine Unterschriftenaktion gestartet, die in der EU erreichen soll, den Schutzstatus des Wolfes zu senken sowie die geregelte Entnahme des Wolfes in Südtirol zu ermöglichen.

stol

Stefan Laner, Mühlwald

Eine tollerante Vorgehensweise gegenüber allen Betroffenen wäre schon sehr wünschenswert. Ich verstehe die Jäger, die Sorge um ihr kultiviertes Rotwild haben, ich verstehe die Bauern die sich um ihr Vieh sorgen, ich versteh die Dörfler, die um ihre Kinder Angst haben und ich verstehe den Wolf, der einfach nur so leben möchte, wie es auch schon seine Vorfahren gemacht haben. Was ich nicht verstehe ist, warum es keine sinnvollen Quoten für kontrollierte Wolfsbestände gibt, warum Bauern ihr gerissenes Wild nicht von Tirschutzverbänden, Jagdverbänden und dergleichen ohne Murren ausgegolten bekommen, warum den Leuten nicht besser vermittelt wird, wie eine Begegnung mit dem Tiroler Bergwolf problemlos ablaufen kann, warum der Tiroler Bergwolf nicht auch seinen Platz in den Bergen haben darf. Der Tiroler Bergwolf ist eine Marke, die nur entlich jemand umsetzen muss, damit sie Bestandteil der Tiroler Kultur bleiben darf.

13.03.2018 22:09 Uhr

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Robert Hölzl, Meran

Abgesehen davon, dass es nicht feststeht, ob es ein Wolf war oder ein wildernder Hund, scheint es so, als ob der Wolf eigentlich nur noch verhungern dürfte. Nutztiere darf er nicht reißen (verständlich), Wildtiere auch nicht (anscheinend). Also muss er wohl Vegetarier werden. Es wird in dieser Diskussion nie mit Fakten argumentiert, sondern nur mit Annahmen und Emotionen. Und die Petition von LR Schuler soll wohl ein Witz sein. Selbst wenn die EU einer geregelten Entnahme zustimmen würde, so müsste zuerst festgesetzt werden (auf wissenschaftlicher Basis), wieviele Wölfe zulässig sind (und die Meinung der Wolfsgegner, dass bereits ein Wolf zuviel ist, wird sicher nicht in Betracht gezogen), dann müsste eine wissenschaftliche Erhebung des Bestandes erfolgen, erste nicht letale Maßnahmen getroffen werden und erst dann könnten einzelne Wölfe entnommen werden. Aber das erzählt LR Schuler natürlich nicht; genausowenig wie Daten genannt werden. Mit anderen Worten: Wahlpropaganda.

13.03.2018 18:47 Uhr

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Sigmund Kripp, Partschins

@Alex Resch: Haben Autofahrer, die Wild totfahren, dasselbe Verfahren wie der Wolf zu erwarten? Also auch Mausklick und ex?

13.03.2018 16:55 Uhr

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Sigmund Kripp, Partschins

In Deutschland kommt es jährlich zu 30.000 Hundebissen an Menschen. Nur eine Frage an die Experten: Wie viele Wolfsbisse stehen dagegen?

13.03.2018 16:25 Uhr

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crepaz kurt, BRUNECK

Kompliment Herr Munter ,ihr Kommentar ist gleich Dumm wie Sinnlos !!!!!!!!.

13.03.2018 14:31 Uhr

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Alex Resch, Brixen

zum Nachdenken: 2017 gabe es nur in Südtirol (!) 3.900 Wildunfälle...

13.03.2018 13:53 Uhr

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Albert Tschurtschenthaler, Sexten

Wir reden hier nicht über Verbote oder Schadenfreude gegen Jäger, der Wolf ist ein Fleischfresser. Es ist ein Unterschied ob er ein Reh erbeutet oder bei Tageslicht durch Dörfer streift und die Almen der Bergbauern unsicher macht.

13.03.2018 13:11 Uhr

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paul munter, brixen

ist doch nichts verbotenes wenn ein wolf ein reh reißt.... im gegenteil! ist sein job und aufgfabe, wenn er schon mal hier ist. er übernimmt nur das hobby eines jägers!!!!!! !

13.03.2018 12:47 Uhr

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8 Kommentare

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