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Artikel vom Freitag, 22. März 2019

Schüleraktion in Bruneck: „Sei keine (Plastik-)Flasche“

Um ihr eigenes Zeichen für die Umwelt zu setzen und zu zeigen, dass es auch anders geht, haben Schüler des Cusanus Gymnasiums Bruneck am Freitag den ersten Plastik-Frei-Tag organisiert. „Genug der Worte, wir handeln“, sagt Justus Sandforth für die Klasse 5aS.

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Die Schüler der 5aS des Cusanus Gymnasiusm in Bruneck haben zu einer plastikfreien Jause aufgerufen. - Foto: mt

Die Schüler der 5aS des Cusanus Gymnasiusm in Bruneck haben zu einer plastikfreien Jause aufgerufen. - Foto: mt

„Angelehnt an die Friday4Future Initiative haben wir uns entschlossen ein Zeichen zu setzen und einen Tag lang (pro Woche) auf Plastik-Einwegprodukte zu verzichten. Um unsere Mitschüler dabei zu unterstützen, bieten wir ihnen ganz nach dem Motto „Alternativen statt Verbote“  leckere plastikfreie Snacks und Getränke an - natürlich lokal und bio“, so Markus Kammerer.

„Wir hoffen, dass dadurch unsere Mitschüler und auch die Lehrer ihr Konsumverhalten überdenken und versuchen wieder umweltfreundlicher einzukaufen. Meist muss man dafür nicht einmal auf etwas verzichten, sondern nur seine Gewohnheiten etwas abändern. Dies wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“

„Normalerweise findet man uns vor unseren Smartphones bei McDonalds, wo wir aus Plastikflaschen Cola trinken und Fleisch aus Massentierhaltung in uns hineinstopfen. Dann kam Greta Thunberg, alles wurde anders und nun findet man uns zwar immer noch mit Smartphone bei McDonalds, allerdings mit Plakaten mit Aufschriften wie ‚Reagieren statt Ignorieren‘. Also mit denen, die wir nicht auf der Straße liegen gelassen haben. Wir kleinen Schulschwänzer kritisieren die Erwachsenen und sind selbst kein bisschen besser. So haben wir nun beschlossen, wir wollen nicht nur anklagen, sondern doch irgendwas ändern“, erklärt Schülerin Julia Weisssteiner.

Mit ihrer Pausenaktion hoffen die Schüler auf ein Umdenken: „Wir verbieten niemandem, Waren in Einweg-Plastik-Verpackungen dort an den Automaten zu kaufen, sondern wollen vor allem Alternativen aufzeigen und zur Reflexion anregen. Die Getränke und Lebensmittel die wir anbieten, sind unter minimalem Verpackungsaufwand und möglichst lokal entstanden. Unser Ziel ist, diese Art der Ernährung so attraktiv zu machen, dass die Schüler von selbst auf die Ware in den Automaten verzichten. Auch wenn dies für unsere Schule lediglich ein Paar Kilo Plastikmüll weniger das Jahr bedeutet, hoffen wir, dass unsere Idee Wellen schlägt, im schulischen wie im privaten Raum“, so Justus Sandforth abschließend.

stol

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