Startseite » Chronik im Überblick » Lokal

Artikel vom Dienstag, 25. Juni 2019

Tigermücken-Plage steht bevor

Die Hitze dürfte in den nächsten Wochen für eine starke Ausbreitung der Tigermücke sorgen. Dies berichtet das Tagblatt „Dolomiten“ am Dienstag.

Die Tigermücke - Foto: Amt für Hygiene und Öffentliche Gesundheit

Die Tigermücke - Foto: Amt für Hygiene und Öffentliche Gesundheit

Die Tigermücke wird sich in den nächsten Tagen und Wochen stark ausbreiten: Davon geht Alberta Stenico, Direktorin des Biologischen Landeslabors in Leifers, aus. Es sei wichtig, schon jetzt mit der Prävention anzufangen.

Weil der Mai so kalt war, hatte sich die Vermehrung der Tigermücke (Aedes albopictus) bisher in Grenzen gehalten. Die Kälte verlangsamt die Vermehrung ganz stark, erklärt Stenico. Niedrige Temperaturen sorgen dafür, dass die Entwicklung vom Ei bis zum Adult-Tier langsamer erfolgt.

Konnten 2017 Ende Mai/Anfang Juni noch in 80 Prozent der Fallen in Bozen Eiablagen von Tigermücken nachgewiesen werden, so waren heuer im gleichen Zeitraum nur in knapp 30 Prozent der Fallen Eier registriert worden. 2018 war keine Erhebung durchgeführt worden. Insgesamt kontrolliert das Biologische Landeslabor 150 Eiablage-Fallen in Südtirol – von Meran bis Salurn und hinauf bis Brixen. Heuer gibt es in den Eiablagefallen nördlich von Bozen in Richtung Brixen noch keinen Nachweis von Tigermücken. Zwischen Meran und Salurn hingegen konnte die Verbreitung der Mücke schon nachgewiesen werden – aber in deutlich geringerem Ausmaß als 2017.

Aber: Im Sommer erreicht die Eiablage-Quote bei der Tigermücke in Bozen normalerweise 100 Prozent. „Das erwarten wir auch heuer“, sagt Stenico. Die Vermehrung gehe sehr schnell voran. Eine weibliche Mücke lege 80 Eier. Aus diesen 80 Eiern kommen dann wieder etwa 40 Weibchen hervor. Jetzt sei es leichter, die Tigermücke zu bekämpfen – als dann im Hochsommer, wenn sie stark verbreitet sei. „Wichtig ist Prävention in der Umwelt“, meint die Labor-Direktorin.

Wasseransammlungenentfernen

Nicht überall sei es aber möglich, Wasseransammlungen zu entfernen, um Brutstellen zu verhindern. Gullys etwa könne man nicht entleeren. Zur Bekämpfung können auch Schädlingsbekämpfungsmittel (Larvizide) eingesetzt werden, um die Larven abzutöten. „Da solche Produkte aber Nebenwirkungen haben könnten, wenn sie falsch verwendet werden, sollte man ganz genau die Gebrauchsanweisungen lesen“, rät Stenico.

Tigermücken infizieren sich beim Blutsaugen mit krankheitserregenden, teilweise gefährlichen Viren und Filarien (Fadenwürmern) und übertragen diese dann auf weitere Wirte. So kann Aedes albopictus Krankheiten übertragen wie das Dengue-, Chikungunya-, West-Nil- und Zika-Fieber.

D/hof

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos