Startseite » Chronik im Überblick » Lokal

Artikel vom Freitag, 19. Juli 2019

Verhängnisvoller Zecken-Stich

Die Zecken lauern: Ein Mann aus dem Unterland war im Mai in Montiggl unterwegs und wurde dort von einer Zecke gestochen, im Juni und Juli bekam er dann Fieber und Kopfschmerzen und musste stationär im Krankenhaus Bozen aufgenommen werden.

Zecken lauern.

Zecken lauern. - Foto: shutterstock

Es ist dies der erste FSME-Fall heuer in Südtirol. Über 8000 Südtiroler haben sich im vergangenen Jahr allein im Gesundheitsbezirk Bozen gegen FSME impfen lassen – und das Interesse an Impfungen ist nach wie vor groß.

2018 gab es insgesamt 5 FSME-Fälle in Südtirol, 2017 waren es 3 und im Rekordjahr 2016 sogar 14, darunter ein Todesfall. Wie die geschäftsführende Direktorin des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit im Gesundheitsbezirk Bozen, Dr. Anna Maria Bassot, auf Anfrage mitteilt, ließen sich 2018 immerhin 8232 Bürger im Bezirk Bozen impfen, davon 4216 Männer. Unter den Geimpften befanden sich auch 21 Forstbeamte. Gerade bei den Risikogruppen sollten noch mehr Bürger eine Impfung ins Auge fassen, meint Bassot. Zu den Risikogruppen zählen beispielsweise alle Bürger, die sich häufig in Risikogemeinden wie Eppan, Kaltern, Kurtatsch oder Salurn in Wäldern, Wiesen oder Parks aufhalten: Jäger, Gärtner, usw.

Impfung ist gratis

Wer sich impfen lassen will, der sollte berücksichtigen, dass man mit der ersten Dosis noch keinen wirksamen Impfschutz erhält. Nach der zweiten Dosis, die man etwa einen Monat nach der ersten erhält, besteht dann bereits ein relativ hoher Schutz um die 80 Prozent und nach der dritten Dosis ist man laut den Impf-Experten zu 99 Prozent sicher vor den FSME-Viren. Die Impfung ist gratis für alle Bürger, die in Südtirol ansässig sind. Wer von auswärts kommt, muss zahlen.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis kann – in seltenen Fällen – auch tödlich verlaufen. Zu den möglichen Folgen zählen bleibende Lähmungen. In den meisten Fällen (etwa 70 Prozent) bemerken Bürger, denen über einen Zeckenstich das FSME-Virus übertragen wurde, aber nichts, erklärt Bassot. Aber in etwa 30 Prozent der Fälle treten dann in den Wochen nach dem Stich Beschwerden auf: Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Knochenschmerzen und Müdigkeit etwa.

Symptome ähnlich wie bei Sommergrippe

Die Symptome sind ähnlich wie bei einer Sommergrippe. Danach klingen diese Beschwerden womöglich wieder ab. In einer zweiten Phase können die Symptome aber wieder zurückkehren: Fieber, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, usw. Bei etwa 10 Prozent der Infizierten befällt das Virus laut einem Info-Blatt des Sanitätsbetriebes das zentrale Nervensystem mit einer Hirnhautentzündung (Meningitis), das Gehirn (Enzephalitis) oder das Rückenmark (Myelitis). Kinder erkranken seltener an FSME, und der Verlauf ist weniger schwer als bei Erwachsenen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
Heuer bisher 4 Fälle von Lyme-Borreliose

Zecken übertragen bekanntlich auch die Lyme-Borreliose – sie wird durch Bakterien ausgelöst. Laut Bassot wurden heuer bisher landesweit 4 Fälle nachgewiesen – 3 davon im Raum Meran. Der vierte Patient hat sich wahrscheinlich im Pustertal infiziert. Die Erkrankung beginnt häufig 2 bis 4 Wochen nach dem Zeckenstich mit einem sich kreisförmig ausdehnenden, roten Fleck an der Einstichstelle. Dieser Fleck heilt nach einer Behandlung in etwa einem Monat ab. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig bemerkt oder nicht behandelt, kann es nach Wochen oder Monaten zur Entzündung der Gelenke, der Muskeln, des Nervensystems u.a. kommen. Eine Impfung ist nicht möglich.

D/hof

Stefan Laner, Mühlwald

Schade, dass der Artikel so einseitig ausfällt, und so viele andere Aspekte nicht angesprochen werden. Z.B dass FSME auch durch andere Insekten übertragen wird, oder dass es auch Impfschäden gibt. Ich kenne einige Fälle mit permanentem Impfschaden durch die Impfung, und in der Packungsbeilage steht auch beschrieben, welche Impfschäden das sind. Aber keiner nimmt sich den Beipackzettel mal zur Hand und liest ihn durch. Ich rate jedem, der schon einmal Probleme mit dem zentralen Nervensystem hatte sich gut mit dem Arzt ab zu sprechen.

19.07.2019 14:23 Uhr

Melden

1 Kommentar

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos