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Artikel vom Freitag, 7. September 2018

Vom Kinderarzt zum Pfarrer: Ulrich Kössler im Interview

Der Bozner Kinderarzt Ulrich Kössler ist seit wenigen Tagen Erzpfarrer der Pfarrgemeinde Gries. Er tritt in die Fußstapfen von Pater Robert Gamper, der nach 43 Jahren in den Ruhestand gegangen ist.

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Pater Ulrich Kössler ist der neue Erzpfarrer von Gries. - Foto: GNews

Pater Ulrich Kössler ist der neue Erzpfarrer von Gries. - Foto: GNews

Bis 2010 Ulrich Kössler Arzt im Bozner Krankenhaus. Dann verbrachte er eine Woche im Kloster Muri Gries unter den Mönchen und entschied sich 9 Monate später, den Benediktinermönchen beizutreten.

„Früher habe ich Körper geheilt, jetzt kümmere ich mich um die Seele“, beschreibt der 43-jährige Ulrich Kössler.

Ein Bild aus alten Tagen, als Pater Kössler noch als Kinderarzt tätig war. - Foto: Archiv

Welche Parallelen es zwischen seinem alten und seinem neuen Leben gibt, wie er das weltliche Leben hinter sich ließ und was das größte Problem der Kirche in diesen Zeiten ist, erzählt der Pater im Interview.

Am Sonntag, 9. September, wird Pater Ulrich Kössler von Domdekan Bernhard Holzer in sein Amt eingeführt. Die Feier beginnt um 8.45 Uhr mit dem Einzug von der Münzbank zur Stiftskirche.

Beim Gottesdienst um 9 Uhr wird auch der neue Stiftskapellmeister Dominik Bernhard vorgestellt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten lädt der Pfarrgemeinderat von Gries zum Pfarrfest in den Innenhof des Klosters.

ansa/stol/liz

Klaudia Verdross, Meran

"was sollen diese Anschuldigungen "er liesse Kinder im Stich". Wenn schon werden die Kinder von unserer Neidgesellschaft und von der Politik im Stich gelassen" @Herr Thaler, gerade deshalb sollte der Mann zu seinem Beruf stehen, weil es zu wenig Ärzte gibt. Wäre der Mann ist Ausland gezogen, hätte man das Argument mit den niedrigen Löhnen anführen können. Dem Mann geht es wohl nicht um "Stress und Neid" sondern darum Pfarrer zu werden.

17.09.2018 22:58 Uhr

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Hannes Jakuleg, Bozen

>Steht es dir etwa zu zu entscheiden ob >Pater Kössler etwas leistet oder nicht?? Absolut nicht. Deshalb schrieb ich auch: "Dann weiß ER ob er jetzt wirklich was leistet." Ich erlaube mir aber, eine eigene Meinung auszubilden. Mein zugegebenermaßen etwas zerhackte Satz hat nur einen Vorschlag unterbreitet, wie er mit Rationalität und einem sehr nützlichem Werkzeug, das er vermutlich als Arzt auch gut beherrscht, nämlich der wissenschaftlichen Methode, der Wahrheit näher kommen kann. Falls er damit zum Schluss kommen sollte, dass er sein Leben einem Wesen der Legenden hingibt -- wie ich es vermuten würde -- kann/soll/muss ER entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Ich gehe davon aus, dass wir alle im großen und ganzen eh auf gleicher Linie sind. Ich denke auch sie (sowie Herr Kössler) wissen, dass Zeus, Thor, Odin, Jupiter, Anubis, Mahvira, Mars, Neptun, Vishnu, Mithra usw. usf. nur legendäre Wesen sind. Ich selbst füge, vermutlich im Gegensatz zu ihnen, noch einen einzigen Namen an diese nicht enden wollende Liste von legendären "Göttern" hinzu: Yaweh.

11.09.2018 21:19 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

@ Klauda - was sollen diese Anschuldigungen "er liesse Kinder im Stich". Wenn schon werden die Kinder von unserer Neidgesellschaft und von der Politik im Stich gelassen. Wenn in den Dolomiten die Gehälter der Fachärzte veröffentlicht werden, können sich die einschlägigen Foren aufgrund von Hass- und Neidkommentaren nichte mehr erwehren. Die Politik kürzt und die guten Ärzte ziehen ins Ausland. Weniger Gute bleiben.Vielleicht war auch das einer der Gründe von Kössler ... Stress und Neid???

10.09.2018 09:51 Uhr

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Klaudia Verdross, Meran

@Herr Thaler, ich denke nicht, dass man um Pfarrer zu werden Mut oder Willenskraft benötigt. Es steckt wohl eher Verantwortungslosigkeit dahinter, ausgerechnet in einer Zeit wie dieser, sämtliche Kinder im Stich zu lassen. Gott braucht keine Diener, aber ein Pfarrer offenbar eine Seelsorger Aufgabe, die er mit einem vielleicht unterschwelligen, schlechten Gewissen rechtfertigt. Und wie Herr Jakuleg schon sagt: "Als Arzt kann er zu 100 Prozent sicher sein, dass es Kinder gibt, denen er helfen kann." Als Pfarrer kann er nicht mehr so sicher sein, denn die Seelsorge hilft keinen Kranken, sondern nur etwaigen Gläubigen und die sind weniger Hilfebedürftig als die wirklich Kranken.....

09.09.2018 23:42 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

@Hannes: ziemlich wir der Kommentar Steht es dir etwa zu zu entscheiden ob Pater Kössler etwas leistet oder nicht?? Ich jedenfalls bin der Meinung, dass es einer Riesenportion Mut und Willenskraft bedarf, einen solche Schritt zu gehen.

09.09.2018 22:44 Uhr

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Hannes Jakuleg, Bozen

@Klaudia: Vor allem kann er als Arzt zu 100% sicher sein, dass es Kinder gibt und er ihnen mit einer OP hilft. Jetzt glaubt er an einen Gott und möchte Seelen helfen. Zuerst sollte er jedoch mal sicher sein, dass es Götter gibt, dann sollte er schauen, ob es genau seinen Gott gibt und nicht vielleicht doch Allah oder Vishnu der "richtige " Gott ist und dann müsste er noch prüfen ob wir tatsächlich eine Seele haben. Wie er als Arzt vermutlich weißt, spricht so ziemlich jede neurologische Studie dagegen, weswegen auch Körper/Geist-Dualismus in der Philosophie aus der Mode gekommen ist. Da er Arzt ist, kennt, hat er in seinem Werkzeugkasten, mit dem Wahr von Unwahr unterscheiden kann, auch ein sehr effektives Werkzeug, die wissenschaftliche Methode, das er zur Überprüfung von der Existenz von Seelen und Göttern verwenden kann. Dann weiß er ob er jetzt wirklich was leistet.

09.09.2018 08:46 Uhr

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Klaudia Verdross, Meran

Die Kinder hätten bei dem Ärztemangel wohl dringender Hilfe gebraucht als die Kirche.

07.09.2018 23:40 Uhr

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Elmar Thaler, Tramin

Der Mann hat Mut und Courage bewiesen. Hut ab und alles Gute!

07.09.2018 16:38 Uhr

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8 Kommentare

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