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Artikel vom Donnerstag, 13. Juni 2019

Vorbeugung von Mobbing und Cybermobbing: Konferenz in Bozen

Mobbing und Cybermobbing kann für Kinder und Jugendliche zu einer ernsthaften Bedrohung werden. Am 18. und 19. Juni 2019 teilen führende internationale Forschende auf einer Tagung an der unibz wissenschaftliche Erkenntnisse in diesem Bereich und stellen praktische Methoden vor, um junge Menschen in Schulen und ihrem sozialen Umfeld vor dieser Form von Gewalt zu schützen.

Die Tagung der Freien Universität Bozen ist ein Zusammenspiel mit international führenden Wissenschaftlern im Bereich der Mobbing-Forschung sowie dem lokalen Ansprechpartner Forum Prävention.

Die Tagung der Freien Universität Bozen ist ein Zusammenspiel mit international führenden Wissenschaftlern im Bereich der Mobbing-Forschung sowie dem lokalen Ansprechpartner Forum Prävention. - Foto: shutterstock

Die Tagung der Freien Universität Bozen ist ein Zusammenspiel mit international führenden Wissenschaftlern im Bereich der Mobbing-Forschung sowie dem lokalen Ansprechpartner Forum Prävention. Sie bieten Lehr- und Betreuungskräften, Eltern sowie allen sonstigen Interessierten die Chance, Einblick in den aktuellsten Forschungsstand zu Mobbing und Cybermobbing zu erhalten und praktische Werkzeuge zur Prävention und Bekämpfung von aggressiven Verhaltensmustern mitzubekommen. Treibende Kraft in diesem Forschungsfeld ist das Joint Research Laboratory „Stundents´well-being and prevention of Violence“ (SWAPv-IT),eine gemeinsame Forschungsplattform derFreien Universität Bozen, der Universität Bologna und der Flinders Universität Australien.

Reiches Programm an Vorträgen, Workshops und Round Tables

„Jugendliche vor Gewaltaktionen zu schützen, bedeutet das psychologisches Wohlbefinden und die Gesundheit der gesamten Gesellschaft nach europäischen und internationalen Richtlinien zu fördern“, sagt Prof.in. Antonella Brighi von der Fakultät für Bildungswissenschaften der unibz. Als italienische Verantwortliche der Forschungsplattform ist sie bereits im Vorjahr in Bologna mit einer ersten Tagung des Joint Research Laboratory auf breites Interesse gestoßen. An der Freien Universität Bozen wird nun am Dienstag, den 18. Juni (9 bis 17 Uhr) und am Mittwoch, den 19. Juni (9 bis 16 Uhr) ein reiches Programm aus Vorträgen, Workshops und Round Tables angeboten, das alle Altersstufen abdeckt und von der Verbesserung des Gruppenzusammenhalts in Kindergarten und Volksschulen bis hin zur Prävention von Cybermobbing bei Oberschülern reicht.

Die Teilnehmenden können dabei Impulse von Best Practices aus aller Welt mitnehmen – von Konfliktlösungsmodellen, die in Australien entwickelt wurden, bis hin zu deutschen Erfolgsmodellen wie Fairplayer und Medienhelden.  „Alle Modelle, die wir in den Workshops vorstellen, sind in der Praxis erprobt und basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen“, sagt Antonella Brighi.

Internationale Forscher zu Gast

Die wichtigste Maßnahme, um Mobbing in seinen unterschiedlichen Formen vorzubeugen, ist laut der Pädagogin und Entwicklungspsychologin ein proaktives Arbeiten für das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. „Es geht darum, sie dabei zu unterstützen, besser mit Stress und Konflikten umzugehen und einen respektvollen Umgang miteinander zu lernen.“ Teil ihrer Forschung ist aber unter anderen auch zu untersuchen, wie die Resilienz von Mobbingopfern gestärkt werden kann. Neben Antonella Brighi und Demis Basso von der Fakultät für Bildungswissenschaften sind bei der Tagung in Bozen weitere führende internationale Forschende im Bereich Mobbing anwesend: Annalisa Guarini (University of Bologna), Phillip T. Slee (Flinders University, Australia), Grace Skrzypiec Flinders University, Australia), Michael Lewis (Rutgers University, New York), Peter K. Smith (Goldsmith College, UK), Barbara Spears (University of South Australia, Australia) und Noel Purdy (Stranmillis University College, Irlanda).

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Interessierte müssen sich aber davor unter dem Link workshopbullismo.blogspot.com anmelden. 

stol

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