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Artikel vom Dienstag, 12. März 2019

Vorwurf: Bub gequält

Unfassbar klingen die Vorwürfe, deretwegen sich ein 50-Jähriger seit Montag vor Gericht verantworten muss. Er soll den kleinen Sohn seiner Lebensgefährtin ständigen physischen, psychischen und moralischen Qualen ausgesetzt haben. Der Lebensgefährtin wird zur Last gelegt, den Mann nicht daran gehindert zu haben.

Ein 50-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten.

Ein 50-Jähriger muss sich vor Gericht verantworten. - Foto: STOL

Dem 50-Jährigen wird Misshandlung in der Familie unter erschwerenden Umständen (die Tat sei an einer minderjährigen Person begangen worden) und sexuelle Gewalt vorgehalten. Die Identität und der Wohnort der Angeklagten, der Aufenthaltsort des Kindes und auf welche Weise der Verdachtsfall ans Tageslicht kam, wird aus Opferschutzgründen nicht bekanntgegeben.

Die vorgehaltenen Ereignisse liegen einige Jahre zurück. Laut Anklage habe der Mann, der mit der Mutter des Jungen zusammenlebte, letzterem Ohrfeigen und Fausthiebe versetzt und das Kind sinnlosen Schikanen ausgesetzt.

Schmutzige Windel aufs Gesicht gelegt

Einmal sei der Junge in der Nacht aus dem Bett gefallen, da habe ihn der 50-Jährige auf den Kopf geschlagen. Ein andermal habe er dem Buben, nachdem dieser das Bett eingenässt hatte, die schmutzige Windel aufs Gesicht gelegt. Ein weiteres Mal habe er ihn laut Anklage durch das Aufdrücken der nassen Windel sogar in Atemnot gebracht.

Dem Mann wird auch vorgeworfen, er habe das Kind mit Gewalt gepackt und ihm gedroht, ihn zweimal in die Höhe zu werfen, wobei er das Kind terrorisiert und zum Weinen gebracht habe.

Eine weitere Vorhaltung bezieht sich auf einen Tag, an dem der Bub mit einer Rötung im Gesicht in den Kindergarten gekommen sei und einen traurigen Eindruck gemacht habe, laut Anklage sei er ins Gesicht geschlagen worden. Der Mutter des Jungen, die das elterliche Sorgerecht hat, wird vorgehalten, die Misshandlungen nicht verhindert zu haben.

Auch sexuelle Handlungen werden ihm vorgeworfen

Dem 50-Jährigen wird auch vorgeworfen, er habe den Jungen durch Gewalt und Drohung genötigt, sexuelle Handlungen über sich ergehen zu lassen: Er habe ihn im Intimbereich angefasst, in der Folge sei es zu Blutungen gekommen. Im Beweissicherungsverfahren wurde der Bub angehört, den Ermittlern liegen auch Berichte und Protokolle vor, die die Verdachtsmomente erhärtet hätten, woraufhin das Hauptverfahren eingeleitet wurde.

Am 13. Mai hört der Strafsenat (Vorsitz Richterin Carla Scheidle) die ersten Zeugen an.

D/rc

Ulrich Gamper, Lana

Wos i met settige tat terf i lei nit schreiben.

12.03.2019 08:10 Uhr

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