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Artikel vom Montag, 19. August 2019

Wanderer trifft im Bletterbach auf Problembär

Schon viele, viele Male ist M. P. die Wege und Steige rund um die Bletterbachschlucht gegangen. Doch den Ausflug am Sonntag dorthin wird der 64-Jährige nie vergessen: Auf einem alten Steig hinauf zum Zirmer Steig sah er sich unvermittelt einem Bären gegenüber. Nur 30 Meter trennten ihn von dem Großraubtier. Und das gab eindeutige Drohgeräusche von sich. Das berichten die "Dolomiten" am Montag.

Foto: shutterstock

„Mir schlatterten ganz schön die Knie. Da macht man immer Witze, was man täte, wenn man den Bären trifft, aber wenn er einem gegenüber steht, vergeht einem ganz schnell das Lachen“: Der Schreck ist M. P. auch eine Stunde nach der bedrohlichen Begegnung noch deutlich anzumerken.

Eine schöne Runde hatte der 64-Jährige an dem Tag schon hinter sich und war gerade auf dem Weg von der Schmieder Alm in Richtung Radein. Vom sogenannten Butterloch war er auf einem alten, mittlerweile zugewachsenen Steig unterwegs, der zum Zirmer Steig führt.

M. P. machte die Wanderung alleine, und auf dem nicht mehr genutzten Steig war auch sonst kein Wanderer zu sehen. Weil es dort durchaus ein wenig steil hinauf geht, war M. P. gerade dabei, seine Jacke auszuziehen, als er in unmittelbarer Nähe ein Fletschen hörte.

Er schaute auf – und sah in rund 30 Meter Entfernung „ein großes braunes Viech“ im Gebüsch neben dem Steig.

Langsam zog sich M. P. hinter den Stamm einer Fichte zurück. „Und dann hab ich angefangen, zu pfeifen, laut zu rufen und zu singen“, erzählt er.

Doch zunächst ließ sich der Bär gar nicht davon beeindrucken.

Der Bär gab dann noch fletschende Drohgeräusche von sich, bevor er sich endlich bergaufwärts trollte. 

Bei dem Tier dürfte es sich mit ziemlicher Sicherheit um den Trentiner Problembären M49 handeln. 

D/ih

Egmar Gaessler, Ingolstadt

gesundheitsgefährlicher Urlaub: das gilt für Österreich wegen seines fehlenden Rauchverbots in Gaststätten sicher eher als für Südtirol mit seinen Bären. Warum betreibt man aber nicht gezielte Informationspolitik wie z.B. in den Appalachen? Merkblätter etc. So wirkt ein Schistock in den Rachen Wunder. Natürlich muß man den dabeihaben und außerdem Nerven. Wer eine Waffe haben sollte: bei der Munition Spitze wegfeilen, nur der Dumdumeffekt bringt ausreichend Wirkung! Wo ich eine viel größere Gefahr kommen sehe, sind nächtliche Angriffe von Wolfsrudeln auf Cempingplätze. Die kennen doch keinen Unterschied zwischen einem Schaf und einen Kind auf dem Weg zum Sanitare...

19.08.2019 17:35 Uhr

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