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Artikel vom Montag, 11. Juni 2018

Wolf in Südtirol: Seiser Alm schickt offenen Brief

Nachdem ein Wolfsrudel in den vergangenen Tagen im Seiser-Alm-Gebiet mindestens 14 Schafe gerissen hat, hat der Tourismusverein Seiser Alm Marketing einen offenen Brief an den Landesrat für Landwirtschaft Arnold Schuler und den Amtsdirektor für Jagd und Fischerei Luigi Spagnolli verfasst.

Foto: shutterstock

Das jüngste Ereignis habe gezeigt, dass Südtirol mit seinen vielen bewirtschafteten Almen nicht das richtige Umfeld für Wölfe darstellt, steht in dem am Montag geschickten Brief.

„Der Tourismus Südtirols, und in diesem speziellen Fall der Tourismus der Ferienregion Seiser Alm, lebt davon, dass Almen und das alpine Gelände von Bauern bewirtschaftet und vor allem gepflegt werden. (...) Wenn es mit solchen Wolfsangriffen weitergeht, ist anzunehmen, dass eine Vielzahl der Viehbauern ihre Nutztiere nicht mehr auf die Almen treiben werden. Dadurch werden Bauern ihrer Lebensgrundlage beraubt und es kann auch nicht mehr gewährleistet werden, dass sich unsere Almen weiterhin ihrer Schönheit Einheimischen und Gästen präsentieren können.“

Auch, so steht in dem Brief, gehe es um die gefühlte Sicherheit im Lande. Der Gast fühle sich in Südtirol wohl, doch weitere Zwischenfälle mit Wölfen könnte das allgemeine Meinungsbild schnell ändern. 

„Wenn Südtirol im schlimmsten Falle seinen Ruf aufgrund vermehrter Vorfälle als sicheres Urlaubsland verliert, führt dies zu nicht abschätzbaren und langfristigen Folgen aufgrund des Image-Verlustes.“ Auch wenn die  Gefahr für Menschen sehr klein sei: Wo Ängste mitspielen, sei es schwierig, an die rationale Urteilsfähigkeit des Einzelnen zu appellieren.

Zum Abschluss bekräftigten Präsident Eduard Tröbinger und Direktorin Carmen Seidner im Namen des Tourismusvereins ihre vollste Unterstützung für die Bauern und „hoffen auf schnelle und effiziente Lösungen in dieser Angelegenheit“.

stol/liz

Paul Kirchhoff, Alzenau

Ein "offener" Flintenlauf wäre besser...

04.07.2018 20:43 Uhr

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1 Kommentar

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