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Artikel vom Montag, 22. Juli 2019

Ziegenzüchter gehen auf die Barrikaden

Nicht gut zu sprechen sind 16 Ziegenzuchtvereine im Land auf Landesrat Arnold Schuler, Paolo Zambotto, den Direktor des landestierärztlichen Dienstes, und auf Lorenz Müller, den Chef des Kleintierzüchterverbandes. Die Vereine fordern die Abschaffung des CAE-Programms. CAE steht für Caprine Arthritis Encephalitis, einer Viruserkrankung bei Ziegen. Das Land hat bis dato auf ein Schreiben der Züchter nicht geantwortet. Das berichten die "Dolomiten" exklusiv in ihrer Montagsausgabe.

Foto: APA/DPA

„Dieses Programm sieht vor, dass alle Ziegen, welche Antikörper auf das Virus aufweisen, geschlachtet werden“, ist dem Schreiben von Ziegenzüchtervertreter Thomas Pircher  vom 15. Juni zu entnehmen. „Es ist allgemein bekannt, dass Tiere, welche das Virus haben, jedoch selten erkranken."

Heuer habe es sich in Züchterkreisen gezeigt, „was Experten bereits wussten“,  dass das Testverfahren nicht zu 100 Prozent sicher sei.

„So wurden erstmalig fast alle Ziegen nachgeprobt, welche positiv reagiert hatten“, schreibt Pircher.

„Bei der Nachuntersuchung kam es jedoch vielfach zu anderen Ergebnissen.“

Die verärgerten Ziegenzüchter gehen deshalb davon aus, dass in der Vergangenheit Ziegen geschlachtet worden seien, die nicht  von dem Virus betroffen gewesen seien. 

Landesrat Arnold Schuler verteidigt das Programm, stellt aber Erleichterungen in Aussicht.

D/fm

Lesen Sie mehr zu dem brandaktuellen Thema in der Montagsausgabe des Tagblatts "Dolomiten".
 

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