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Artikel vom Donnerstag, 29. September 2016

Hauptpreis „Walther von der Vogelweide“ an Brigitte Mazohl

Die Stiftung „Walther-von-der-Vogelweide-Preis“ würdigt die Historikerin Brigitte Mazohl mit dem Hauptpreis 2016. Ausgezeichnet wird somit eine herausragende Forscherin für ihr Lebenswerk. Ihr Hauptthema ist die Geschichte der Habsburgermonarchie und Italiens im „langen“ 19. Jahrhundert.

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Die Preisträgerin: Historikerin Brigitte Mazohl erhält den Hauptpreis „Walther von der Vogelweide“. - Foto: Kulturinstitut

Die Preisträgerin: Historikerin Brigitte Mazohl erhält den Hauptpreis „Walther von der Vogelweide“. - Foto: Kulturinstitut

Frau Brigitte Mazohl, 1947 in Bozen geboren, ist eine der ersten Frauen aus Südtirol, denen es gelungen ist, eine universitäre wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Ihr Ausbildungsweg führte sie nach Salzburg und nach Wien. Sie studierte Geschichte und Publizistik.

Nach ihrer Promotion folgten Forschungsaufenthalte am Österreichischen Kulturinstitut in Rom, an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und in Mainz am Institut für Europäische Geschichte.

Ihre universitäre Laufbahn und Lehrtätigkeit begann sie als Assistentin in Salzburg, wo sie sich 1986 habilitierte. Nach Forschungsaufenthalten in Venedig und Florenz war sie als Gastprofessorin an den Universitäten Innsbruck und Klagenfurt tätig. 1993 erhielt sie die Berufung als Ordinaria für österreichische Geschichte an die Universität Innsbruck, wo sie von 1993 bis 2015 lehrte.

Daneben hatte sie zahlreiche Leitungsfunktionen inne, darunter die Leitung des Instituts für Geschichtswissenschaften (1996–1998 und 2005–2013) und zwischen 2012 und 2015 die (stellvertretende) Leitung des Forschungsschwerpunkts „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“.

Die Forschungsschwerpunkte

Schwerpunkte ihrer Forschungsarbeit liegen im Bereich der österreichischen, deutschen und italienischen Geschichte in der Zeit zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg und greifen im Besonderen Aspekte von Recht, Verwaltung und Politik, von Herrschaft und Kommunikation auf. Mit besonderer Aufmerksamkeit widmet sie sich in zahlreichen Arbeiten und Publikationen der Frauen- und Geschlechtergeschichte, aber auch der Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte.

Preisübergabe am 21. Oktober

Der Hauptpreis „Walther von der Vogelweide“ wird am Freitag, 21. Oktober im Bozner Waltherhaus vom Vorsitzenden des Stiftungsrates Dr. Eduard Höcherl und vom Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes Johannes Eigelsreiter überreicht. Der Walther-von-der-Vogelweide-Preis wurde 1960 vom Kulturwerk für Südtirol in München zur Anerkennung wissenschaftlicher und künstlerischer Leistungen in Südtirol gestiftet. Der Hauptpreis wird alle drei Jahre vergeben und ging zuletzt 2013 an Helmut Stampfer.

stol

 

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