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Artikel vom Samstag, 8. September 2018

Kulturschaffende fordern Boykott des 64. Song Contests

Dutzende Kulturschaffende haben sich in einem Boykottaufruf gegen die Ausrichtung des European Song Contest in Israel ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern gehören laut der Zeitung „The Guardian” der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der britische Filmemacher Ken Loach, die beide als Aktivisten bekannt sind.

Roger Waters mit "Palästinenserschal". - Foto: APA (AFP)

Roger Waters mit "Palästinenserschal". - Foto: APA (AFP)

Auch die Regisseure Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie, Sänger Helmut Lotti und der Musiker Brian Eno stehen unter dem offenen Brief auf der Liste. Boykottaufrufe gegen Israel gibt es immer wieder. Sie sind umstritten, weil Kritiker darin die Grenze zum Antisemitismus überschritten sehen.

Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song „Toy” den ESC in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb im Mai 2019 regulär in Israel statt. In dem Brief vom Freitag wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, den Event an ein anderes Land zu vergeben. Grund seien Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser durch die israelische Regierung, heißt es in dem Schreiben.

apa/dpa

 

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