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Artikel vom Mittwoch, 11. Juli 2018

Rittern um die Leoparden beim Filmfestival von Locarno

15 Filme aus 15 Ländern rittern heuer von 1. bis 11. August im Hauptwettbewerb um die Leoparden des Filmfestivals von Locarno. Aus Österreich ist dabei kein Werk vertreten - stattdessen aber viele noch unbekannte Filmemacher, wie bei der Programmpräsentation am Mittwoch in Bern deutlich wurde.

Regisseur Hong Sangsoo geht ins Rennen Foto: APA (AFP)

Regisseur Hong Sangsoo geht ins Rennen Foto: APA (AFP)

Regisseure des Wettbewerbs, die auch ein breites Publikum kennt, sind etwa der mehrfach preisgekrönte Südkoreaner Hong Sangsoo, der seinen neuen Film „Gangbyun Hotel” zeigt. Erst in Fachkreisen bekannt ist der Amerikaner Kent Jones, der mit „Diane” 3 Preise am Tribeca Film Festival gewonnen hat und jetzt mit diesem Film in Locarno ins Rennen steigt. Aus Deutschland ist etwa „Wintermärchen” von Jan Bonny zu sehen, der sich um junge Rechtsextreme dreht. Immerhin in der Jury für den internationalen Wettbewerb, der heuer der chinesische Regisseur Jia Zhang-ke vorsteht, findet sich mit Filmemacherin Tizza Covi eine Österreich.

Mehrheitlich österreichisch produziert ist „Chaos” der Syrerin Sara Fattahi, die mit ihrem Debüt „Coma” 2015 unter anderem auch auf der Viennale erfolgreich war. In ihrem neuen, von Little Magnet Films produzierten Werk, das in der Sektion der zeitgenössischen Filmemacher Weltpremiere feiert, porträtiert die 35-Jährige drei syrische Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten leben und in ihrem Schicksal doch verbunden sind.

8000 Zuschauer auf Piazza Grande 

Breit gestreut präsentiert sich indes die Programmierung auf der 8000 Zuschauer fassenden Piazza Grande, wobei die USA einen starken Laut von sich geben, wenn etwa Spike Lee nach Cannes auch in Locarno seinen „BlackKklansman” zeigt. Dass Ethan Hawke „Blaze” auf der Piazza Grande vorstellt und sich bei der Gelegenheit auch gleich den Excellence Award abholt, war bereits bekannt. Und zum Abschluss gibt es Jean Dujardins (”The Artist”) neuen Film „I Feel Good” am 11. August.

Den Startschuss als Eröffnungsfilm auf der Piazza gibt indes der Laurel- und Hardy-Streifen „Liberty” aus 1929, der als Teil der Hommage an Regisseur Leo McCaray gezeigt wird, in deren Rahmen auch Klassiker der Marx Brothers oder von Cary Grant zu sehen sind. Insgesamt werden in den verschiedenen Reihen und Sektionen des Festivals von Locarno am schweizerischen Ufer des Lago Maggiore mehr als 200 Filme präsentiert.

apa

 

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