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Artikel vom Freitag, 14. September 2018

Schauspielerin Andrea Eckert wird 60

Ihre Lebensrolle ist die Maria Callas im Stück „Meisterklasse“ von Terrence McNally, als Dokumentarfilmerin machte sie eine zweite Karriere, als Intendantin leitet sie seit 2016 die Raimundspiele in Gutenstein und seit der vierten Staffel ergänzt sie „Die Vorstadtweiber“. Am kommenden Montag, 17. September, feiert die vielseitige Kammerschauspielerin Andrea Eckert ihren 60. Geburtstag.

Schaupielerin Andrea Eckert. - Foto: Twitter/Rudolf Mottinger

Schaupielerin Andrea Eckert. - Foto: Twitter/Rudolf Mottinger

„Ich kann sagen, ich bin als ,Eine, die auszog das Fürchten zu lernen', ins Leben gestartet, und es erstaunt mich, wie freudig und leicht es jetzt geworden ist“, lässt Eckert gegenüber der APA keine Betrübnis über den anstehenden runden Geburtstag erkennen. „Ich habe viel Glück gehabt und bin für alle Begegnungen und Aufgaben unendlich dankbar. Nichts davon ist selbstverständlich.“

1958 in Baden bei Wien geboren, studierte Eckert zunächst Literaturwissenschaften in Paris, bevor sie sich für eine Schauspielkarriere entschied. Von 1978 bis 1981 absolvierte sie eine Schauspielausbildung bei Dorothea Neff und Eva Zilcher (2011 spielte sie Neff in der Uraufführung des berührenden Stückes „Du bleibst bei mir“ von Felix Mitterer). In der Folge war sie u.a. am Burgtheater, am Landestheater Linz, bei den Bad Hersfelder Festspielen, am Wiener und am Frankfurter Schauspielhaus und am Theater in der Josefstadt engagiert.

Am Volkstheater wurde sie zu einer der Protagonistinnen der Wiener Theaterszene, mit Hebbels „Judith“, Schillers „Maria Stuart“, „Clara S.“ von Elfriede Jelinek, „Elektra“ und „Penthesilea“. Den größten Erfolg (inklusive Kainz Medaille und Skraup Preis) hatte sie aber als Opernsängerin Maria Callas in Arie Zingers Inszenierung der „Meisterklasse“, die zwischen 1996 und 2008 auf dem Spielplan stand, von über 170.000 Menschen gesehen und von Eckert 2016 in Eigeninitiative wiederbelebt wurde.

2 Mal für den Nestroy-Preis nominiert

Zweimal wurde Andrea Eckert für den Nestroy-Preis nominiert, 2010 erhielt sie den Titel Kammerschauspielerin, 2016 das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, 2017 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich. Auf der langen Liste ihrer Filme finden sich „Weiningers Nacht“ von Paulus Manker ebenso wie „Hinterholz 8“ von Harald Sicheritz oder Jo Baiers „Schwabenkinder“.

Mit der Filmdokumentation „Alles ist ein Wunder“ über die Varieté-Artistin Lucia Westerguard startete sie im Jahr 2000 eine Karriere als Filmemacherin. In der Folge drehte sie Filmporträts unter anderem über den Hollywoodschauspieler Turhan Bey, über Josefine Hawelka, Walter Schmidinger, Eric Pleskow, Georg Sporschill und Frederic Morton. Eben hat Andrea Eckert in Tel Aviv die Dreharbeiten für ihren jüngsten Dokumentarfilm abgeschlossen: „Er handelt von der unglaublichen Odyssee eines jüdischen Buben aus Wien und wird in den Tagen des 9. November vom ORF gesendet.“

Intendantin ab 2015

Im Dezember 2015 wurde Eckert zur Intendantin der Raimundspiele Gutenstein bestellt. Sie eröffnete 2016 mit „Der Diamant des Geisterkönigs“ und spielte in der Inszenierung von Cornelia Rainer die Figur der Hoffnung. „Eine kleine Rolle, aber nomen est omen“, meinte sie. 2017 übernahm sie in Emmy Werners Inszenierung von „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ die Rolle des Astragalus. Heuer stand „Der Verschwender“ in der Regie von Veronika Glatzner auf dem Programm, mit Eckert als Bettler.

„Ich bin sehr glücklich, dass die diesjährigen Raimundspiele so erfolgreich gelaufen sind und das Publikum das Festival buchstäblich gestürmt hat“, meint die Intendantin. „2019 kommt erstmals ein Auftragswerk zur Uraufführung: Felix Mitterers Stück 'Brüderlein fein' handelt vom kurzen, tragischen Leben Ferdinand Raimunds. Die Planungsarbeit dafür ist in vollem Gange.“

Im Oktober und November steht Andrea Eckert für die nächste Staffel der „Vorstadtweiber“ vor der Kamera. „Meine Rolle der klugen, scharfzüngigen Greta Morena ist mir sehr ans Herz gewachsen.“ Außerdem erarbeitet sie gerade ein neues Chansonprogramm, das als Silvestergala im Theater Akzent Premiere haben wird.

apa

 

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