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Artikel vom Montag, 9. Januar 2017

Streep hält bei Globes-Gala engagierte Rede gegen Trump

Schauspielerin Meryl Streep hat bei der Golden-Globes-Verleihung in Hollywood eine engagierte Rede gegen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump gehalten. „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“, sagte Streep am Sonntag unter Tränen bei der Entgegennahme des Cecil-B.-Demille-Preises für ihr Lebenswerk.

Mit stockender Stimme, aber kräftigen Worten hat Meryl Streep ihre Dankesrede für eine heftige Kritik am künftigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt.

Mit stockender Stimme, aber kräftigen Worten hat Meryl Streep ihre Dankesrede für eine heftige Kritik am künftigen US-Präsidenten Donald Trump genutzt. - Foto: LaPresse

„Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt“, ergänzte Streep. Die eindrücklichste Szene des Jahres sei für sie nicht in einem Film gewesen, sondern als Trump in einer Wahlkampfrede die Bewegungen eines körperlich Behinderten nachgeäfft habe.

„Dieser Instinkt, andere zu demütigen – wenn es von jemandem in der Öffentlichkeit vorgemacht wird, von jemand Mächtigem – zieht sich in den Alltag von uns allen“, sagte die 67-jährige Streep.

Die beherzte Rede von Meryl Streep ist auch auf YouTube bereits ein Renner. Die emotionale Kritik an Trump ist im YouTube-Video ab Minute 2.46 zu sehen.

Zuvor hatte Streep bereits über die Herkunft vieler der nominierten Stars gesprochen. Hollywood sei voll von Ausländern. „Wenn wir sie alle aus dem Land werfen, gibt es für uns nichts mehr zu schauen außer Football und Mixed Martial Arts“, sagte Streep über den Kampfkunst-Sport, von dem Trump ein großer Fan ist.

Viele Galagäste im Saal reagierten sichtlich gerührt. Auch beim Kurznachrichtendienst Twitter lobten viele Streeps Auftritt.

Trump von Streep-Kritik „nicht überrascht“

Der künftige US-Präsident Donald Trump ist von Meryl Streeps bei der Golden Globe-Verleihung geäußerter Kritik „nicht überrascht“. Das sagte er der „New York Times“ am Montag. Demnach bezeichnete er Streep als „eine Hillary-Freundin“. Er habe die Verleihung zwar nicht gesehen, sei aber schon früher von „liberalen Filmleuten“ attackiert worden, sagte Trump der„New York Times“ in einem Interview.

apa/dpa

Christoph Scheidegger, Hersiwil Schweiz

Jede zweite Äusserung von Trump könnte doch ebenso gut von einem Neandertaler stammen: uhh, uhh, uhh...

09.01.2017 12:59 Uhr

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1 Kommentar

 

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