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Artikel vom Samstag, 18. August 2018

„Kleiner Prinz” ins Klingonische übersetzt

Den Kinderbuch-Klassiker „Der kleine Prinz” gibt es demnächst auch auf „Außerirdisch”: Star-Trek-Sprachexperte Lieven L. Litaer hat die weltberühmte Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry jetzt ins Klingonische (”ta'puq mach”) übersetzt.

„Der kleine Prinz” ist immer noch ein Klassiker und wurde jetzt ins Klingonische übersetzt.

„Der kleine Prinz” ist immer noch ein Klassiker und wurde jetzt ins Klingonische übersetzt. - Foto: shutterstock

„Ich bin dabei so genau wie möglich am Originaltext geblieben”, sagte der 38-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Das Buch werde im Oktober erscheinen und künftig bei seinen jährlichen Klingonisch-Sprachkursen als Literaturlektüre eingesetzt.

Das Interesse am Klingonischen wächst

„Das Interesse am Klingonischen wächst”, sagte Litaer. Sein Sprach-Training „qepHom” (Kleines Treffen) im November, das auf 50 Teilnehmer begrenzt ist, sei bereits fast ausgebucht: Auch „Star Trek”-Fans aus Schweden und Kanada hätten sich angemeldet.

Viele lernten auch online: Bei Facebook gebe es eine Lerngruppe mit 1000 Teilnehmern. Die Kunstsprache umfasse mittlerweile rund 4000 Wörter, die vom US-amerikanischen Sprachwissenschaftler Marc Okrand geschaffen wurden.

120 neu Wörter

Jedes Jahr kommen neue Wörter dazu. Dieses Jahr waren es über 120. „Ein Großteil wurde für den 'Kleinen Prinzen' erschaffen”, sagte Litaer, der das Projekt schon 2004 begonnen hatte. „Es hat so lange gedauert, weil mir viele Vokabeln gefehlt haben.” Für Worte wie Schaf oder Rose mussten Begriffe erst gefunden werden.

Um lernen zu können, stehen in dem Buch jeweils auf einer Seite der deutsche und auf der gegenüberliegenden Seite der klingonische Text. Litaer schätzt, dass weltweit 20 bis 30 Menschen fließend Klingonisch sprechen - eine Sprache mit vielen Zungenbrechern und Kehlkopflauten.

„Der kleine Prinz” ist bereits in rund 300 Sprachen und Dialekte übersetzt worden. „Da dachte ich, dass das Klingonische nicht fehlen dürfte”, erzählt der Architekt.

apa/dpa

 

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