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Artikel vom Dienstag, 14. November 2017

„Alle Jahre wieder…“: Sonderausstellung in der Hofburg Brixen

Alle Jahre wieder lädt die Advents- und Weihnachtszeit zum aufmerksamen Betrachten der Weihnachtsgeschichte und der Feste in dieser Zeit ein. Die Sonderausstellung „Alle Jahre wieder…“ zeigt vom 24. November bis 7. Januar Gemälde und Skulpturen aus dem Bestand der Hofburg in Brixen, welche die Ereignisse rund um die Geburt Christi aufgreifen.

Die Sonderausstellung „Alle Jahre wieder…“ zeigt vom 24. November bis 7. Januar Gemälde und Skulpturen aus dem Bestand der Hofburg in Brixen. - Foto: Hofburg

Die Sonderausstellung „Alle Jahre wieder…“ zeigt vom 24. November bis 7. Januar Gemälde und Skulpturen aus dem Bestand der Hofburg in Brixen. - Foto: Hofburg

Zu sehen sind unter anderem Die Verkündigung an Maria, die Heimsuchung, die Anbetung der Hirten und der Könige, die Flucht nach Ägypten und die Darbringung des Jesuskindes im Tempel. Namhafte Künstler wie Paul Troger, Johann Georg Grasmair, Stephan Kessler oder Bartlme Dill Riemenschneider haben diese Szenen aus dem Leben der Heiligen Familie immer wieder gemalt.

In Adventzeit fallen viele Gedenktage

Im Advent wird neben den vier Sonntagen vor Weihnachten „Maria Empfängnis“ als wichtigstes katholisches Fest gefeiert. Außerdem fallen die Gedenktage beliebter Heiliger in diese Zeit, um manche von ihnen hat sich reges Brauchtum entwickelt. Am 4. Dezember, dem Tag der hl. Barbara, werden die Barbarazweige geschnitten. Für Kinder vieler Länder ist der Tag des hl. Nikolaus am 6. Dezember einer der wichtigsten Tage des Jahres. Am Tag nach Weihnachten wird mit dem hl. Stephanus einem der frühesten Märtyrer gedacht. Der Brauch, am Tag des hl. Johannes Evangelist Wein zum Segnen in die Kirche zu bringen, knüpft an die Legende an, nach der auch der vergiftete Wein dem Heiligen keinen Schaden zufügen konnte.

Krippensammlung

Die Krippensammlung in der Hofburg zeigt Krippen aus drei Jahrhunderten. Die gemalten, geschnitzten, modellierten und bekleideten Figuren geben einen Eindruck von der Vielfalt der lokalen und der überregionalen Krippenproduktion. Allein jene Krippen, die in Brixen selbst oder für Brixen entstanden sind, zeigen verschiedene Techniken. Dazu zählen sowohl die Krippe des Hofapothekers Franck aus der Barockzeit, deren 66 Figuren von den Englischen Fräulein phantasievoll bekleidet wurden, als auch die Krippenzyklen für die Hofburg, welche die Brüder Probst und Franz Xaver Nissl um 1800 schnitzten. Der in Brixen lebende Bildhauer Alexander Dejaco schuf eine Krippe für die Spitalskirche in Brixen, die in den 1930er Jahren im Dom aufgestellt wurde. Seit wenigen Jahren ist auch die private Tonkrippe von Martin Rainer aus 16 Krippenkästen in der Hofburg zu sehen.

Kaisertrakt und Hofkirche

Die großzügigen Räume im Kaisertrakt sind auch im Winter geöffnet. Sie wurden, wie die Hofkirche, besonders kostbar ausgestattet. Deckenfresken, Stuckaturen, wertvolle Öfen und historische Möbel schmücken die ehemaligen Wohnräume. Den Schmuck für den Christbaum im Kaisersaal, der Anfang Dezember aufgestellt wird, haben Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rodeneck gebastelt. In der Hofkirche ist die Krippe von Erika Rubatscher zu sehen.

Die Krippe von Erika Rubatscher

Erika Prousch Rubatscher (1931–2009) schuf in den 1990er Jahren eine Orientalische Krippe nach dem Vorbild Konrad Lechners, die sich nach wie vor in Familienbesitz befindet. In aufwändiger Kleinarbeit goss sie Köpfe und Gliedmaßen der Figuren und nähte deren Kleidung. Die Krippe zeigt sowohl die Anbetung der Hirten und als auch der Könige, die mit reichem Gefolge dem Christkind ihre Gaben darbringen. Konrad Lechner (1901–1994), Prälat des Augustiner-Chorherrenstiftes Neustift, hatte sich maßgeblich für eine Erneuerung der Krippenkunst im Eisacktal eingesetzt. In der Umgebung von Brixen entstanden viele Hauskrippen nach seinem Vorbild. Die Orientalische Krippe von Erika Rubatscher ist in der Hofkirche zu sehen.

Ausstellungsort und Öffnungszeiten

Hofburg Brixen, Hofburgplatz 2, 39042 Brixen, Tel. 0472 830505, [email protected], www.hofburg.it.  Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

stol

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