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Artikel vom Dienstag, 13. März 2018

Bozen: Filmreise in eine fast vergessene Zeit

Es sind Lebensgeschichten, die zum Nachdenken anregen, die das Publikum lachen und weinen lassen. Am 23. März wird der Dokumentarfilm „Solang der Herrgott will“ im Filmclub in Bozen erstausgestrahlt. Emotion und Gänsehaut garantiert.

Am 23. März wird der Dokumentarfilm „Solang der Herrgott will“ im Filmclub in Bozen erstausgestrahlt. - Foto: Geosfilm KG des Hubert Schönegger

Am 23. März wird der Dokumentarfilm „Solang der Herrgott will“ im Filmclub in Bozen erstausgestrahlt. - Foto: Geosfilm KG des Hubert Schönegger

Es ist ein Film über eine Generation, deren Zeitzeugnisse ein wertvolles Stück Südtiroler Kulturgeschichte darstellen. Noch gibt es diese Menschen, die von einer fast vergangenen Zeit erzählen, von harter Arbeit und einem bescheidenen Alltag. Hubert Schönegger, Produzent, und Hans Rieder, Buchautor führen die Zuseher mitten hinein in das Leben der Akteure aus unterschiedlichen Landesteilen und lassen Tradition und Erlebtes lebendig werden.

In den drei Portraits werden Dialekte, Gewohnheiten und bäuerliche Alltagsarbeiten gezeigt.

Szene aus dem Film. - Foto: Geosfilm KG des Hubert Schönegger

Eintauchen in eine fast vergangene Zeit

Das Alter und die viele Arbeit lasten schwer auf den Schultern von Frieda Gamper, der Schallerbäuerin in Völs. Doch trotz körperlicher Gebrechlichkeit, meistert die Altbäuerin die tägliche Arbeit am Hof mit Optimismus und einer unglaublichen Zähigkeit.

Anton Prenn lebt gemeinsam mit seinem Bruder zu Obostöck in Außermühlwald. Die beiden Brüder teilen sich die Hausarbeit, helfen und brauchen sich gegenseitig, denn die Frau am Hof fehlt. Anton lebt mit einer schweren Beeinträchtigung: er ist seit mehreren Jahren blind.

Die Nachkommen von Kamerschin sehen das Erbe ihrer Väter als ihr Daheim, aber auch als Auftrag und Verpflichtung. Die Bewohner hängen heute noch mit der Kraft der Bergmenschen an den Kamerschinhöfen oberhalb von Weitental.

Wertschätzung für die Menschen

Der Film ist als Wertschätzung für eine Generation zu verstehen, die mit harter Hände Arbeit so Wertvolles für unser Land geleistet hat. Der Dokumentarfilm soll das Publikum zum Zuhören, Aufnehmen und Weitergeben anregen, damit dieser Schatz an Erfahrungen weiterlebt und nicht irgendwann für immer verloren geht.

Nach der Premiere am 23.03. um 20 Uhr im Filmclub Bozen, wird der Film am 30.03. um 20.30 Uhr im Odeon Cinecenter in Bruneck sowie am 06.04. im CineX Lienz in Osttirol gezeigt. Tickets können in den Kinos reserviert werden oder sind an der Abendkassa erhältlich.

stol

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