Startseite » Kultur im Überblick » Lokal

Artikel vom Montag, 13. November 2017

„Das Echo vor der Stimme“ – Claudia Hirtl im Waltherhaus

Am Dienstag, den 21. November wird mit Beginn um 18 Uhr im in Bozen unter dem Motto „Blick – Kunst – Tirol“ die Ausstellung von Claudia Hirtl „Das Echo vor der Stimme“ eröffnet.

Hirtls Kunst ist grenzgängerisch ohne Grenzen zu beachten. - Foto: Daniel Zanetti

Hirtls Kunst ist grenzgängerisch ohne Grenzen zu beachten. - Foto: Daniel Zanetti

Nach dem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Akademie in Innsbruck zog es die 1954 in Wörgl geborene Tirolerin nach Wien, dort studierte sie an der Akademie der bildenden Künste Malerei. Ihr Können verfeinerte sie an der Ecole Nationale Superieure des Beaux Arts in Paris und am Istituto Statale D’Arte Urbino.

Ihre künstlerisch prägendste Zeit verbrachte sie an der Tokyo National University of Arts an Music in Japan. 1977 und 1978 erhielt sie den Fügerpreis, 1979 den Meisterschulpreis der Akademie der Bildenden Künste, 1980 den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Kunst, 1983 den Theodor-Körner-Preis, 2016 den Tiroler Landespreis für zeitgenössische Kunst.

Claudia Hirtl ist in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten, auch in renommierten Museen wird ihr Werk gezeigt. Taiwan, Australien, Ungarn, Israel und die USA sind nur einige Stationen ihres künstlerischen Weges.

Zeit, Raum/Ort, Innen/Außen, Sprache, Sinn, Selbst, Herz, Seele, Geist

Hirtls Auseinandersetzung mit philosophischen Begriffen – wie Zeit, Raum/Ort, Innen/Außen, Sprache, Sinn, Selbst, Herz, Seele, Geist – hat zu einem reichhaltigen, ausdrucksstarken und eindrucksvollen Oeuvre von Bildern geführt, das sich einfachen kunsthistorischen Kategorisierungen der Postmoderne verweigert und von seinen Betrachtern eine meditative, reflektierende Disposition verlangt.

Hirtls Kunst ist grenzgängerisch ohne Grenzen zu beachten; sie durchquert westliche und fernöstliche Denkweisen und sucht das Eine durch das jeweils Andere zu erläutern oder zu verstehen. Sie inkorporiert japanische Ideogramme, kanji, in westliche Abstraktion; sie spielt mit diesen graphischen Linien und verwandelt das Skripturale in Bildhaftigkeit, die den Signifikanten und den Sinn des Schriftzeichens bewusst auflöst.

Und sie konfrontiert den westlichen Betrachter mit einem Enigma der Fremdartigkeit, weil er meint, das Bildgeschehen könne erst verstanden werden, wenn man bloß das Ideogramm „lesen“ könnte.

stol

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos