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Artikel vom Mittwoch, 5. Dezember 2018

Die Krampusse sind los!

Am 5. Dezember, dem Vortag des Nikolaustages, sind jedes Jahr die „Tuifl“ los. Der Krampus, der unartige Kinder bestraft, ist eine Gestalt aus noch vorchristlicher Zeit. Sie hat aber nicht an Faszination verloren und wird heute sogar in Vereinen und Umzügen praktiziert. In der Bildergalerie Sehen Sie die schönsten Bilder der STOL-Leser.

Am 5. Dezember ist Krampustag. - Foto: Facebook/Krampusverein Naturns/Anita Tschöll

Am 5. Dezember ist Krampustag. - Foto: Facebook/Krampusverein Naturns/Anita Tschöll

Der Brauch wird neben Südtirol auch im Trentino, Bayern, Österreich, Slowenien, Tschechien, Slowakei und Ungarn praktiziert. Während der Heilige Nikolaus die braven Kinder beschenkte, wurden die unartigen Kinder bereits im 17. Jahrhundert von Schreckgestalten bestraft.

Im 19. Jahrhundert entstanden erste Schauläufe, an denen nur wehrfähige und unverheiratete Männer teilnehmen durften und damit wurde das Treiben der Angst einflößenden Gestalten zu öffentlichen Veranstaltungen. Zeitweise wurde der Krampus jedoch vom protestantisch-norddeutschen Knecht Ruprecht in den Hintergrund gedrängt.

Bei den Krampusläufen, wie wir sie heute kennen, gibt es nach wie vor regionale Unterschiede: So werden die Schauläufe in Kärnten von Feuerwerken umrahmt, während in Salzburg und dem Bundesland eher Ruten zum Einsatz kommen. In Südtirol tragen die Schreckgestalten traditionell Larven aus Holz mit Hörnern und einem Ganzkörperanzug aus meist echtem Schafs- oder Ziegenfell. Mit Ruten, Kuhglocken, Ketten und Rasseln wird den Zuschauern das Fürchten gelehrt.

In Bozen und dem Unterland gibt es seit Ende des 20. Jahrhunderts bei Umzügen auch eine weibliche Figur, die sogenannte „Fellhure“.

Schicken Sie uns ihre schönsten Krampusfotos und morgen auch jene der Nikolausumzüge auf [email protected] und wir werden Sie in einer Bildergalerie veröffentlichen!

stol

 

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