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Artikel vom Dienstag, 20. August 2019

Die Pelunitschers: „Kui mein Speck!“

Als sie das erste Mal zusammen Musik machten, ging es eigentlich vor allem darum, Schlagerlieder aufs Korn zu nehmen. Doch das Ergebnis muss gefallen haben: Mittlerweile gibt es die Terlaner Band „Pelunitschers“ seit 2 - oder 102? - Jahren. So ganz ernst nehmen sie sich selbst nicht - nur ihre Musik: „Hauptsache, wir haben Spaß.“ Jetzt hat die Band ihr erstes Musikvideo veröffentlicht.

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Sind nach 30 Jahren Pause wieder gemeinsam auf der Bühne: Die "Pelunitschers" Maxi Max (l.), Martin Moidljager (v.M.), Lukas Fendt (h.) und Prof. Dr. Dr. Willibald (r.). - Foto: Pelunitschers

Sind nach 30 Jahren Pause wieder gemeinsam auf der Bühne: Die "Pelunitschers" Maxi Max (l.), Martin Moidljager (v.M.), Lukas Fendt (h.) und Prof. Dr. Dr. Willibald (r.). - Foto: Pelunitschers

Sie beschreiben sich als „die etwas andere Unterhaltungsmusikgruppe“, tragen Künstlernamen und haben sich sogar spezifische Charakterzüge für ihre Alter Egos ausgedacht. So gibt es den Frauenheld Martin Moidljager, den „Staller“ Lukas Fendt, den etwas langsameren Mr. Maxi Max und den studierten Prof. Dr. Dr. Willibald. 

Dahinter stecken 4 junge Terlaner, die nicht nur eine Gaudi haben wollen, sondern auch noch Musik machen können. Seit rund 2 Jahren spielen die beiden Brüderpaare auf Festen, privaten Veranstaltungen und auch mal bei einem Open Air.

Die meisten ihrer Lieder haben sie selbst geschrieben, nur ab und zu leihen sie sich musikalische Gedanken anderer aus, wie etwa das Lied „Junge“ von den Ärzten, das kurzerhand in „Buie“ umgetextet wurde.

Von Rock bis Schlager, von „Pustrarisch“ bis Österreichisch

Die Bandbreite der „Pelunitschers“ zeigt sich nicht nur in ihrem Repertoire - von Rock über Metal hin zu Walzer, Boarischem und Schlager ist alles dabei - sondern auch in den Dialekten, in denen die Lieder verfasst sind.

Auf Englisch wird bewusst verzichtet, dafür auf kaum einen Südtiroler Dialekt. Manche Lieder sind auf Pustrarisch, andere im Überetscher Dialekt verfasst, auch Österreichisch und Italienisch fließen dann und wann mal ein.

Kürzlich hat die Band das erste Video zu einem ihrer Songs auf YouTube veröffentlicht: „Wir haben uns für unsere Videopremiere für ‚Speckknedl‘ entschieden, weil es das Lied ist, das den Leuten am meisten in Erinnerung blieb. Sie kamen nach unseren Auftritten auf uns zu und sangen ‚Speck, Speck, Speck!‘“, erklärt Martin Moidljager.

Auch ist es kein klassischer Radiosong - „da hätten wir andere, die tauglicher wären“ - sondern „er ist etwas ganz Besonderes und spiegelt uns am Besten wider“. 

Selbst vertont und gekocht

Nach mehreren Tagen Vorbereitung wurde das Video zu „Speckknedl“ in 2 Tagen abgedreht: „Erst haben wir das Audio in Eigenregie aufgenommen, auch die Tonverarbeitung haben wir selbst übernommen, das Filmen haben wir aber einem Profi überlassen.“

Gekocht wurde übrigens auch selbst: Alle Gerichte, die im Lied gesungen und im Video gezeigt werden, haben die 4 Burschen selbst gekocht: „Und die haben nicht nur gut ausgeschaut, sondern auch noch richtig gut geschmeckt“, versichert Martin Moidljager.

Und was gibt's zum Nachtisch? „Das nächste Video ist bereits in Planung, aber wir müssen erst mal wieder das Budget aufbauen.“

stol/liz

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