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Artikel vom Mittwoch, 3. April 2019

Fassa-Ladiner: Gemeinsam Sprache und Kultur erhalten

Über die aktuelle Situation der Ladiner im Fasstal hat sich Regionalassessor Manfred Vallazza vor Ort bei den Vertretern der Sprachminderheit informiert.

Die Anliegen der Fassa-Ladiner standen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Reg. Ass. Vallazzaa und den Vertretern der Sprachminderheit. - Foto: LPA

Die Anliegen der Fassa-Ladiner standen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Reg. Ass. Vallazzaa und den Vertretern der Sprachminderheit. - Foto: LPA

Das Treffen im Fassatal bildete den Abschluss einer Reihe von Besuchen von Regionalassessor Manfred Vallazza in den Minderheitengebieten der Region Trentino-Südtirol. Dabei hat sich Vallazza im Detail über die Anliegen der anerkannten Sprachminderheiten und deren Förderung, die in den kommenden 5 Jahren zu seinen Agenden zählt, kundig gemacht.

Vallazza besuchte die zimbrische Minderheit in Lusern, die Fersentoler Minderheit, die Ladiner im Gadertal und in Gröden und nun auch das Fassatal.

Bei einer Präsentation zur Kultur im Fassatal und der Besichtigung des ladinischen Instituts Majon di Fascegn mit umfangreicher Bibliothek, Film- und Fotoarchiv sowie einer Sammlung geschichtlicher Dokumente machte sich der Landesrat ein Bild von der Lage der Ladiner.

Fassatal hat gegenteilige Probleme

Die Herausforderungen im Fassatal sind im Vergleich zu den anderen Trentiner Minderheiten keineswegs die Abwanderung oder wirtschaftliche Aspekte sondern im Gegenteil die Zuwanderung von vielen Arbeitskräften im Tourismus und anderen Sektoren.

Dies stelle vor allem für den Erhalt der Sprache und Kultur eine Herausforderung dar, berichteten die Ladiner-Vertreter. Es werde versucht, auch den nicht aus dem Fassatal stammenden Bürgern, die ladinische Kultur und Sprache näherzubringen und sie so in die ladinische Gemeinschaft zu integrieren.

Gemeinsam mit den Vertretern der Fassa-Ladiner hat der Regionalassessor noch die 1452 errichtete Wallfahrtskirche Santa Giuliana und den Heldenfriedhof des ersten Weltkriegs besichtigt.

stol/lpa

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