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Artikel vom Donnerstag, 8. November 2018

Junger Südtiroler Komponist feiert Album-Debüt

Der erst 18-jährige Felix Nussbaumer, Südtiroler Saxophonist und angehender Musikstudent, veröffentlichte kürzlich sein erstes Album „Täglichkeit“ mit 4 eigenen Kompositionen. Stilistisch ist Nussbaumers Musik im Gebiet der zeitgenössischen Kammermusik angesiedelt, wobei sich Elemente aus der zeitgenössischen Musik, dem Impressionismus, der Romantik, aber auch aus modernem Jazz und ethnischen Traditionen des Balkan erkennen lassen. STOL hat den jungen Künstler zum Interview getroffen.

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Felix Nussbaumer. - Foto: STOL

Felix Nussbaumer. - Foto: STOL

Wie Felix Nussbaumer gegenüber STOL erzählt, ist er mit der Musik seit seiner Kindheit stark verbunden. Mit 6 Jahren begann er mit Musikunterricht, lernte unter anderem auch das Gitarrenspielen, später dann sein Lieblingsinstrument, das Tenorsaxophon, welches er auch auf dem Album spielt. In der Mittelschule und Oberschule wählte er jeweils die Musikrichtung, hier erhielt er zum ersten Mal einen tieferen Zugang zu Jazz. Mit 15 Jahren beschäftigte er sich zunehmend mit musikalischer harmonischer Theorie der zeitgenössischen Musik. 

Die Neugierde auf Unverbrauchtes und Neues wuchs

Je tiefer er eintauchte in diese Welt, desto mehr war er fasziniert. Was er beim Studium entdeckte, haute ihn vom Hocker, er ließ sich von den verschiedenen Strömungen inspirieren, die Neugierde auf Unverbrauchtes und Neues wuchs und wuchs, so der 18-Jährige.

Zwei Menschen seien bisher für sein musikalisches Wachsen besonders wichtig gewesen. „Der Südtiroler Komponist Eduard Demetz war der erste, der sich meine Kompositionen anhörte und mich vor allem technisch und handwerklich bestärkte, weiterzumachen. Sehr wichtig war für mich auch die bekannte Südtiroler Jazz-Saxophonistin und Komponistin Helga Plankensteiner, die mich in meinen Vorhaben ebenfalls immer stark unterstützt und gefördert hat. Durch die beiden konnte ich meine Arbeit konkretisieren. Und nun steht mein erstes Album“, so erklärt Nussbaumer zufrieden im Interview. (Hier geht es zu den Hörproben der einzelnen Songs des Albums)

Video steht in starkem Kontrast zur Musik

Das Video zur Single „Konsultanz“ ist bereits auf Youtube zu sehen. Die Idee dazu sei unabhängig zur Musik und ziemlich spontan aus dem Bauch heraus entstanden, so Nussbaumer. Der Meraner Künstler Ulrich Egger habe ihn bei der Umsetzung beraten und künstlerisch unterstützt. Sarah Merler, die er bei „Merano Jazz“ kennengelernt habe, tanzt im Video in freier Improvisation in einer puristischen Industriehalle, eine Nylonfolie fungiert als ihr „Partner“.

„Die Stimmung im Video steht in einem starken Kontrast zur Musik, die Bilder schaffen einen starken Gegenpol. Und das war auch so gewollt. Ich wollte die Musik, die ja sehr organisiert, romantisch und nostalgisch ist, in einer verzerrten, modernen Art neu interpretieren“, erklärt Nussbaumer.

Zukunftspläne

Was er in nächster Zeit machen möchte, weiß Felix Nussbaumer ganz genau: „Ich werde mich weiterbilden und mein Handwerk als Komponist weiterentwickeln. Zur Zeit schreibe ich zwar mit recht genauen Ideen im Kopf, jedoch brauche ich sehr lange, bis ich mit der Umsetzung zufrieden bin. In Zukunft will ich weiter üben und zunehmend systematisches Arbeiten mit weiterhin unmittelbaren, realistischen und vor allem umsetzbaren Ideen verbinden.“

stol/vs

 

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