Startseite » Kultur im Überblick » Lokal

Artikel vom Dienstag, 13. Februar 2018

Uni Bozen: Hundert Jahre Kriegsende im Fokus

Das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Freien Universität Bozen startet mit einem reichhaltigen Programm in das Jahr 2018. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Zentrums steht das Ende des Ersten Weltkriegs 1918, das sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal jährt. Damit widmet sich das Zentrum einer zentralen Zäsur der Geschichte Tirols.

Soldaten am Bahnhof Bozen nach dem Zusammenbruch der Front am 6. November 1918.- Foto: Museo Storico Italiano della Guerra, Rovereto

Soldaten am Bahnhof Bozen nach dem Zusammenbruch der Front am 6. November 1918.- Foto: Museo Storico Italiano della Guerra, Rovereto

Im Rahmen eines eigenen Forschungs- und Vermittlungsschwerpunkts widmet sich das Kompetenzzentrum für Regionalgeschichte der Geschichte des Kriegsendes 1918 und der ersten Nachkriegsjahre. Höhepunkt bildet eine für alle Interessierten zugängliche große Vortragsreihe zum Thema „Zeitenwende 1918. Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Folgen“, die im Rahmen des Studiums Generale stattfindet. Von März bis Juni 2018 sind insgesamt 13 Vorträge von renommierten Historikern aus Österreich, Italien und Deutschland vorgesehen.

Den Eröffnungsvortrag hält am 8. März der bekannte Freiburger Historiker Jörn Leonhard zum Thema „Der überforderte Frieden. Das Ende des Ersten Weltkrieges und die Neuordnung der Welt“.

Bücher sind in Vorbereitung

In den Jahren 2018 und 2019 werden im Rahmen der Forschungstätigkeit der am Zentrum beschäftigten Historikerinnen und Historiker mehrere Publikationen zur Geschichte des Ersten Weltkrieges erscheinen. Neben Beiträgen über die Minderheiten-Soldaten des Ersten Weltkriegs, etwa den im kaiserlichem und königlichem Heer dienenden Trentiner Soldaten, sind im Besonderen auch Bücher über die österreichisch-italienischen Beziehungen in den ersten Nachkriegsjahren und die Geschichte Tirols in den Jahren 1918/19 in Vorbereitung. „Es geht uns nicht nur darum, die Geschichte des Kriegsendes wissenschaftlich aufzuarbeiten“, so der Direktor des Kompetenzzentrums, Oswald Überegger, „sondern wir möchten Akzente in der Vermittlung dieser Geschichte für ein breiteres, historisch interessiertes Südtiroler Publikum setzen.“

Forschungen werden durchgeführt

 Die Aufarbeitung der Tiroler Regionalgeschichte und Initiativen im Bereich der Geschichtsvermittlung hat sich auch das von der Europaregion Tirol Ende 2017 genehmigte Projekt HISTOREGIO zum Ziel gesetzt, das von Andrea Leonardi (Universität Trient), Brigitte Mazohl (Universität Innsbruck) und Oswald Überegger (Universität Bozen) koordiniert wird.

Im Rahmen des Projektes werden Forschungen zu verschiedenen Aspekten der Tiroler Geschichte durchgeführt. Neben dem Schwerpunktthema zum Kriegsende 1918 sind auch Forschungen über das regionale „Nationbuilding“, also die nationalen Gegensätze im Raum Tirol im 19. und 20. Jh., und den technologischen Fortschritt der letzten 200 Jahre und seinen Auswirkungen im Alpenraum vorgesehen.

Das Gemeinschaftsprojekt setzt sich zum Ziel, die regionalgeschichtliche Forschung der drei Universitäten aufzuwerten und auf eine kooperative Grundlage zu stellen. Als eine Art mehrsprachiges und grenzüberschreitendes universitäres Modellprojekt soll das Projekt HISTOREGIO die regionalgeschichtliche Forschung im Euregio-Raum intensivieren und im mehrsprachigen und grenzüberschreitenden Kontext besser vernetzen.

stol

Mehr Meldungen vom Bezirk

 

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite

zur Startseite Nicht mehr anzeigen
Verpassen Sie keine wichtigen Artikel mehrAktivieren Sie die Benachrichtigungen
AktivierenMehr Infos