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Artikel vom Donnerstag, 5. September 2019

Studenten aus Bozen und Trient spielen Mahlers erste Symphonie

Nach seinem ersten offiziellen Auftritt im April lädt das Philharmonische Orchester der beiden Konservatorien von Bozen und Trient nun zu einem weiteren Konzert. Unter der Leitung von Prof. Emir Saul warten die jungen Musiker dabei mit einem Meisterwerk der Spätromantik auf: mit der ersten Symphonie von Gustav Mahler (1860-1911).

Zum zweiten Mal arbeitet das Konservatorium von Bozen mit jenem von Trient bei der Bildung eines gemeinsamen Orchesters zusammen.

Zum zweiten Mal arbeitet das Konservatorium von Bozen mit jenem von Trient bei der Bildung eines gemeinsamen Orchesters zusammen. - Foto: D

Mit seinem neuen Programm macht das Philharmonische Orchester der beiden Konservatorien eine kleine Regionaltour. Der Startschuss fällt am Sonntag, 8. September, im Rahmen der Festspiele Südtirol im Gustav-Mahler-Saal in Toblach.

Am Montag, 9.September, findet um 20 Uhr dann ein weiterer Konzertabend in der Dominikanerkirche von Bozen statt (Eintritt frei). Neben Mahlers erster Symphonie begleiten die Studenten der regionalen Konservatorien den jungen und talentierten Oboisten Jacopo Di Gennaro aus Trient bei Introduktion, Thema und Variationen für Oboe und Orchester op. 102 von Johann Nepomuk Hummel (1778-1837), einem Schüler Mozarts und Beethovens und einem der bedeutendsten Vertreter des Wiener Klassizismus. Es handelt sich dabei um ein angenehmes und brillantes Stück virtuosen Kalibers.

Am Dienstag, 10. September, um 20.30 Uhr im Sanbapolis Theater in Trient wird es hingegen eine Schülerin des Bozner Konservatoriums Monteverdi sein, welche mit der berühmten Tzigane von Maurice Ravel (1875-1937) für Violine und Orchester auftritt. Die junge und vielversprechende Dora Merelli spielt eine großartige Komposition, die von hoher Virtuosität zeugt und durch zahlreiche berühmte Interpretationen bekannt gemacht wurde. Im Anschluss wird auch an diesem Abend Mahlers Erste präsentiert, die für die beteiligten Studenten eine echte Herausforderung darstellt.

Wichtige Plattform für junge Musiker 

Nach einem sehr erfolgreichen Konzert unter der Leitung von Massimo Lambertini im Frühling handelt es sich bei dieser Tournee um den zweiten Auftritt der Bozner und Trienter Konservatoriums-Philharmonie.

Ziel des Orchesters ist es, ein professionelles Umfeld zu schaffen, in dem sich die Studierenden der beiden Musikhochschulen kennenlernen und gemeinsam als Musiker wachsen können. Es besteht die Absicht der beiden Konservatorien, die Teilnahme auch für die Studenten des Landeskonservatoriums Innsbruck zu öffnen und somit eine dem Geist der Euregio entsprechende Gruppe zu schaffen, die den jungen Philharmonikern einen breiteren und wichtigeren Rahmen verschafft.

Dieser Zusammenschluss bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich einem wichtigen symphonischen Repertoire zu stellen, das kleineren Musikgruppen nur schwer zugänglich ist. Es handelt sich um ein einzigartiges Pilotprojekt in Italien, das für die Öffentlichkeit ein weiteres symphonisches Angebot im Rahmen der regionalen Musikangebote darstellt.

stol 

 

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