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Artikel vom Freitag, 12. Juli 2019

„Der coole Freund mit dem besten Musikgeschmack“

Wenn Musik aus Südtirol heute so sicht- und hörbar ist, dann ist das auch der Verdienst von „Backstage“. Seit 6 Jahren bietet die Initiative heimischen Musikern und Bands den größtmöglichen medialen Raum. Das Tagblatt „Dolomiten“ hat mit den Machern von „Backstage“ Rainer Hilpold, Arnold Sorg und Martin Perkmann über die vergangene Staffel und die Südtiroler Musikszene im Allgemeinen gesprochen.

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Die Macher von „Backstage“ (von links) Rainer Hilpold, Martin Perkmann und Arnold Sorg. - Foto: DLife

Die Macher von „Backstage“ (von links) Rainer Hilpold, Martin Perkmann und Arnold Sorg. - Foto: DLife

Rückblick auf die 6. Staffel.

Rückblick auf die 6. Staffel.

„Dolomiten“: Vor kurzem ist die 6. Staffel von „Backstage“ zu Ende gegangen. Wie fällt das Fazit aus?

Martin Perkmann: Seit Herbst haben wir an insgesamt 35 Freitagen neue Musik aus Südtirol auf all unseren Kanälen vorgestellt, also auf „stol.it“, „Südtirol 1“, im „Dolomiten Magazin“ und in den sozialen Netzwerken. Wenn man bedenkt, dass es seit dem Start 2013 rund 200 Ausgaben unseres Formats gab, dann ist das schon eine schöne Zahl.

Arnold Sorg: Genau aufgrund dieser medialen Breite sprechen wir oft von der größten Bühne Südtirols. Im Vordergrund steht aber natürlich die Musik und hier muss man betonen: Wenn man sich die Qualität der Lieder vor Augen führt, ist die positive Resonanz mehr als verdient.

Rainer Hilpold: Der Reichweitensieger der 6. Staffel war übrigens Skistar Dominik Paris mit seiner Band „Rise of Voltage“. Das Video zur Single „Time“, das exklusiv für „Backstage“ produziert wurde, fand auch außerhalb von Südtirol großen Anklang. Allein auf Facebook wurde es über 60.000 Mal angesehen. Und auch viele andere Künstler erreichten mit ihrer Musik Tausende von Musikfans. Das freut uns natürlich besonders.

„D“: Von außen scheint es so, als hätte sich in der Südtiroler Musik in den vergangenen Jahren sehr viel getan. Sind die Künstler mit „Backstage“ mitgewachsen?

Hilpold: Vor einigen Jahren war es sicher noch schwieriger, Musik aus Südtirol zu finden, die dem internationalen Vergleich standhalten konnte. Das ist heute anders: Mittlerweile mischen sich Kreativität und musikalisches Können mit dem nötigen Know-how in Sachen Aufnahmetechnik und Vermarktung. All diese Aspekte sind wichtig, wenn man professionell Musik machen möchte - und das möchten in Südtirol glücklicherweise sehr viele.

Perkmann: Die Qualität erkennt man auch daran, dass immer mehr Musik aus Südtirol ins „normale“ Programm verschiedener Radiosender aufgenommen wird. Es ist interessant zu sehen, wie sich unter den Musikern in den vergangenen Jahren ein gesunder Wettbewerb entwickelt hat - was aber nicht heißt, dass man sich nicht auch gegenseitig austauschen würde.

Sorg: Ob „Backstage“ einen Beitrag zu dieser Entwicklung geleistet hat, ist schwer zu sagen. Es ist aber gut möglich, zumal durch die hohe Sicht- und Hörbarkeit der Musik jeder direkt mitbekommt, was der Musiker-Kollege in letzter Zeit im Studio so getrieben hat. Niemand will schlechter sein als das, was es bereits am Markt gibt.

„D“: Fällt es nicht schwer, jede Woche interessante Musik aus Südtirol zu finden?

Perkmann: Wir sind da mittlerweile in einer privilegierten Position und können tatsächlich auswählen. Aleesa, eine unserer Teilnehmerinnen der 6. Staffel, verglich „Backstage“ mit dem „coolen Freund mit dem besten Musikgeschmack“. Ich denke diese Beschreibung trifft es ziemlich genau. Die Musikhörer müssen sich nicht mit der aufwändigen Suche nach neuer Musik beschäftigen. Diesen Job erledigen wir für sie.

Hilpold: Wobei wir niemanden aufgrund eines bestimmten Genres von vornherein ausschließen. Jeder kann potenziell bei „Backstage“ zu Gast sein, das ist uns sehr wichtig.

„D“: Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft: Worauf dürfen sich Musikfans ab September bei der 7. Staffel von „Backstage“ freuen?

Sorg: Wir beginnen die kommende Staffel mit einem Blick zurück: Bei „Backstage History“, wie wir die Rubrik nennen, stellen wir einige Songs aus der Südtiroler Musikgeschichte der letzten 2 Jahrzehnte vor. Songs, an die sich viele vielleicht gar nicht mehr erinnern. Das dürfte sehr spannend werden.

Hilpold: Nach diesem Spezial geht es wie gewohnt weiter mit viel Neuem aus Südtirols Musikszene – wie immer freitags auf „stol.it“, „Südtirol 1“ und im „Dolomiten Magazin“. Wir freuen uns auf viel Hörenswertes „made in Südtirol“. 

Interview: Elisabeth Turker

 

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