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Artikel vom Dienstag, 13. Februar 2018

Nanoroboter töten Krebszellen

In Peking haben Forscher Nanorpboter so programmiert, dass sie Tumorzellen aufspüren und von der Blutzufuhr kappen. Das lässt sie zumindest schrumpfen, wenn sie nicht sogar komplett entfernt werden.

Wenige Stunden nach Anwendung der Injektion schrumpfen die Tumore bereits.

Wenige Stunden nach Anwendung der Injektion schrumpfen die Tumore bereits. - Foto: shutterstock

Da alle Blutgefäße, die Tumore versorgen, dieselben sind, könnte diese neue Technik gegen zahlreiche Krebsarten eingesetzt werden. Die Wissenschaftler haben ihr Verfahren bereits erfolgreich an Mäusen getestet. Ihnen wurden menschliche Krebszellen injiziert, die Tumore wachsen ließen. Sie testeten das Verfahren mit Brust-, Lungen-, Haut- und Eierstockkrebs.

Mikroskopisch klein

Die Bausteine, aus denen die winzigen Roboter zusammengesetzt werden, stammen aus den Erbinformationen.

Die Nanoroboter sind 1000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie könnten nicht nur die Medizin, sondern auch die Computertechnik und Elektronik revolutionieren.

Roboter lassen das Blut in den Adern des Tumors gerinnen

Wenn die Tumore in den Versuchstieren zu wachsen begannen, schwärmten die Nanoroboter zur Bekämpfung aus. Sie sind rechteckig und bestehen aus mehreren DNA-Schichten. Sie sind nur 60 mal 90 Nanometer groß.

An der Oberfläche ist eine winzige Menge Trombin befestigt, ein Blutgerinnungsmittel, das das Blut in den Adern gerinnen lässt, die den Tumor versorgen.

Gesunde Zellen nicht angegriffen

Die Nanoroboter tragen noch ein weiteres Präparat: einen sogenannten DNA-Aptamer. Das sind Teile der Erbinformation, die quasi auf ein Protein namens Nucleolin fliegen, das sich in großen Mengen auf Krebszellen bildet. Gesunde Zellen sind frei davon, werden also nicht angegriffen.

Wenige Stunden nach der Injektion schrumpfen die Tumore bereits. Obwohl an Tieren erfolgreich getestet wurde, bedarf es noch Forschungen, bevor die Technik am Menschen angewandt wird.

stol

 

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