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Artikel vom Montag, 9. September 2019

Sind Holunderbeeren essbar?

Die Beeren des schwarzen Holunders (Sambucus nigra) gelten als sehr gesund. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) erklärt, worauf man beim Verzehr achten sollte.

Der schwarze Holunder gilt als sehr gesund, ist aber mit Vorsicht zu genießen.

Der schwarze Holunder gilt als sehr gesund, ist aber mit Vorsicht zu genießen. - Foto: APA/DPA

Die Beeren des schwarzen Holunders enthalten Kalium und Magnesium, B-Vitamine und Vitamin C, deshalb gelten sie grundsätzlich als sehr gesund.

Ihre kräftige dunkelblaue Farbe verdanken sie ihrem Gehalt an Anthocyanen. Diese Pflanzenfarbstoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und unterstützen wichtige Funktionen im Körper. Unter anderem haben sie eine antioxidative Wirkung. Als traditionelles Hausmittel angewandt, sollen Holunderbeeren das Immunsystem stärken.

Mit Vorsicht zu genießen

Die rohen Beeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin, welcher in Gegenwart von Wasser die giftige Blausäure freisetzt, deshalb ist Vorsicht geboten. Kinder und empfindliche Erwachsene bekommen davon starke Verdauungsstörungen wie Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Magenschmerzen.

„Holunderbeeren müssen daher vor dem Verzehr immer kurz auf über 80 Grad erhitzt werden“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. „Der Giftstoff zerfällt durch die Hitze und wird dadurch unschädlich.“

Besonders viel Sambunigrin enthalten die unreifen Beeren. Holunderbeeren sollte man folglich erst ernten, wenn sie voll ausgereift sind. Einzelne unreife Beeren sollten händisch entfernt werden.
Holunderbeeren lassen sich zu Saft – und daraus zu Gelee oder Sirup –, Marmelade oder Kompott verarbeiten.

stol

 

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