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Artikel vom Donnerstag, 14. März 2019

Heimkehr der Toten von den Achttausendern

Viele Extrembergsteiger haben an den Wänden der Achttausender ihr Leben verloren. Darunter auch einige Südtiroler. Das Heimholen der Leichen wäre für viele Angehörige vielleicht ein Trost – eine Bergung in den extremen und gefährlichen Höhen ist aber oft problematisch.

Viele Extrembergsteiger haben an den Wänden der Achttausender ihr Leben verloren. - Foto: STHeute

Viele Extrembergsteiger haben an den Wänden der Achttausender ihr Leben verloren. - Foto: STHeute

Aus noch ungeklärten Gründen starben vor kurzem Daniele Nardi und Tom Ballard am Nanga Parbat – die Kraft der Natur war stärker. Simone Moro, ein italienischer Alpinist, setzt sich dafür ein, dass die beiden Leichen nach Hause kehren. Er selbst würde dabei helfen und die sterblichen Überreste bergen.

Auch 2008 verlor der Südtiroler Karl Unterkircher den Kampf gegen die Naturgewalten: Der Grödner war nie mehr heimgekehrt. Seine ehemalige Lebensgefährtin Silke Perathoner braucht dagegen keinen Ort, wo sie ihren lieben Verstorbenen vorfindet – „immer wenn ich in den Bergen unterwegs war, habe ich ihn gespürt. Das war mein Ort mit ihm.“

Eine Bergung von Toten sei mit vielen Risiken verbunden, erklärt der Extrembergsteiger Hans Kammerlander im Interview mit „Südtirol Heute“ – eine Heimholung befürwortet er daher nicht. Täglich gehen über 30 Eislawinen am Nanga Parbat nieder. Er fände daher eine würdige Beisetzung in einer Eisspalte des Berges angemessener.

stol

 

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