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Artikel vom Mittwoch, 26. Juni 2019

Kinderdorf: Austausch mit Studierenden aus Kalifornien

Studierende und Lehrende der California State University in San Bernardino besuchten im Rahmen der „Summerschool“ verschiedene Südtiroler Praxiseinrichtungen: den Sozialsprengel Meran, das Haus der Solidarität, CLAB Social Cooperative Bozen und GEA Association Casedelledonne Bozen. Und eben auch das Südtiroler Kinderdorf.

Kalifornische  Studierende mit Südtiroler Fachleuten zu Besuch im Südtiroler Kinderdorf. - Foto: Kinderdorf

Kalifornische Studierende mit Südtiroler Fachleuten zu Besuch im Südtiroler Kinderdorf. - Foto: Kinderdorf

„Wir schätzen den Austausch mit Fachleuten und Studierenden, die einen kritischen Blick von außen auf unsere Einrichtung werfen“, sagt Mako Menzel, Bereichsleiter der familienähnlichen Einrichtungen im Südtiroler Kinderdorf.

„Wir wollten, dass Studierende sowie Praktikerinnen in den Genuss ländervergleichender Reflexion und länderübergreifenden Austausches kommen können und dass zugleich durch diesen Austausch praxisrelevante Forschungen entstehen können“, meint Andrea Nagy der Fakultät für Bildungswissenschaften UNIBZ, die zusammen mit Prof. Susanne Elsen, Dr. Marina Della Rocca und Vertretern der amerikanischen Uni den Austausch organisiert.

Beeindruckt und wissbegierig folgten die Gäste den Ausführungen von Direktor Heinz Senoner über Konzept und Ansatz, der Wohneinrichtungen und der mobilen Familienarbeit des Kinderdorfes. „Therapeutisch wirken ohne Therapie zu machen“ könnte man diesen in einem Satz zusammenfassen. Bei einem Rundgang durch einzelne Häuser konnten die Gäste sich davon überzeugen, wie ernst in den Wohngemeinschaften das Konzept des sicheren Ortes genommen wird und wie ganz praktisch, anhand von Tafeln mit Bildern gezeigt wird, wer wann im Dienst ist oder was wann getan wird. Das gibt den betreuten jungen Menschen Sicherheit, sie können sich jederzeit vergewissern, ob sie z.B. heute Elternbesuch bekommen  oder nicht. „Wir haben natürlich die Kinder und Jugendlichen gefragt, ob wir den Besuchern die Räume zeigen können, das gehört zu unserem Verständnis eines sicheren Ortes, dass wir ihre Privatsphäre schützen und respektieren“ erklärt Roland Feichter, Bereichsleiter der Wohngemeinschaften, den Gästen.

Bei allen kritischen Fragen und Hinterfragen, blieb bei den Studierenden der Eindruck von wohliger Wohnatmosphäre und dennoch professioneller Haltung. Alle an der Begegnung Beteiligten freuen sich auf die Fortsetzung des Kontaktes.

stol

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