Es war einmal eine Harley-Davidson Softail Slim S: Ein Team aus 8 Mitarbeitern der Werkstatt „Bündnerbike“ im Schweizer Maienfeld hat sie jedoch für den Schweizer Schmuck- und Uhrenhersteller „Bucherer“ veredelt. Daran beteiligt war der 25-jährige Benjamin Schroffenegger aus Welschnofen. Benjamin Schroffenegger aus Welschnofen. - Foto: Privat Fingerabdruck statt Schlüssel Seit 3 Jahren arbeitet er für „Bündnerbike“, die Harley-Davidsons verkaufen und sich auf Spezialanfertigungen spezialisiert haben. Das Luxusobjekt „Blue Edition“ in Zusammenarbeit mit Bucherer ist aber einzigartig: Neben der wertvollen Anfertigung ist das Motorrad das einzige, das statt einem Zündschlüssel einen Fingerabdruck-Scanner hat.„Bisher haben nur mein Chef und ich die Möglichkeit, das Motorrad zu starten. Wenn es dann einen Käufer gibt, wird alles auf dessen Fingerabdruck umprogrammiert“, erklärt er im Gespräch mit STOL. 51 Prozent mussten Harley-Davidson bleiben Schroffenegger erklärt die Arbeitsschritte: „Bucherer hat uns („Bündnerbike“) den Auftrag gegeben, da wir auf die Veredelung von Harley-Davidson Motorräder spezialisiert sind. So haben wir also eine Softail Slim S hergenommen und veredelt. 51 Prozent mussten wir original belassen, um das Motorrad überhaupt noch Harley-Davidson nennen zu dürfen – der Rahmen also. Die restlichen 49 Prozent sind in Zusammenarbeit mit Bucherer verändert worden, wie die Blecharbeit zum Beispiel.“2500 Arbeitsstunden Jeder des Mitarbeiterteams hatte seine Aufgaben: Lackierer, Spengler – und der Zusammenbau war sein Gebiet. „Ich war zum Beispiel auch für die Elektronik zuständig, wie die LED-Lampen, die den Motor beleuchten oder der Fingerabdruck-Scanner statt dem Zündschlüssel“, erklärt der Wahl-Schweizer.In 2500 Arbeitsstunden wurde die Harley-Davidson von Hand gefertigt.Technische Daten des Luxus-BikesNun Motorradliebhaber aufgepasst: Es ist das erste Motorrad mit einem von innen beleuchteten Motor – LED-Lämpchen beleuchten ihn mit 100 PS. Durch ein Fenster am Nockenwellengehäuse sieht man die drehende Nockenwelle, die Ventilsteuerung und die vergoldeten Drosselklappen.Mehrere Einzelteile sind mit Edelsteinen bestückt und vergoldet. Auch die Lackierung ist aufwendig und wertvoll. Zuerst wurde die ganze Maschine versilbert und anschließend 6 Schichten Lack durch ein geheimes Verfahren aufgetragen.Der Feuerstuhl wurde am Mittwoch in Zürich vorgestellt, in den kommenden Tagen dann in London. Und es ist noch zu haben: „Ja, es ist verkäuflich, auch Anfragen gab es bei Bucherer schon. Aber verkauft ist es noch nicht.“ Das Motorrad bei seiner Präsentation in Zürich. - Foto: Facebook/Bündnerbikestol