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Artikel vom Freitag, 7. Dezember 2018

Südtirols Youtube-Biologe: Das sind unsere giftigsten Tiere

Was viele ekelt, findet der studierte Biologe und angehende Zoologe Wolfgang Dibiasi faszinierend. Spinnen, Insekten, Schlangen ... Das ist sein Leben. Voller Leidenschaft für sein Fachgebiet vermittelt er seit einiger Zeit auf seinem Youtube-Kanal sein Wissen und interessante Fakten rund um Südtirols faszinierende Tierwelt. STOL hat mit dem „Youtube-Biologen“ über seine Arbeit gesprochen.

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Eine Faszination für Schlangen war schon da, „seit er denken kann“, erzählt Wolfgang Dibiasi im STOL-Interview. - Foto: Screenshot/Video/Dibiasi

Eine Faszination für Schlangen war schon da, „seit er denken kann“, erzählt Wolfgang Dibiasi im STOL-Interview. - Foto: Screenshot/Video/Dibiasi

In Dibiasis Youtube-Kanal namens Der Youtube-Biologe geht es vor allem um giftige Tiere, wie zum Beispiel Schlangen, Spinnen und Skorpione. Aber auch weitere interessante Themen aus der allgemeinen Biologie und der Astronomie spricht der junge Traminer an. 

„Faszination für Schlangen war immer schon da“

Wie Dibiasi gegenüber STOL erzählt, schreibt er gerade an seiner Abschlussarbeit in Zoologie. Thema sind, wie könnte es anders sein, die Schlangen. Er untersucht die idealen Lebensbedingungen für die sensiblen Tiere in Südtirol, wie etwa die ideale Luftfeuchtigkeit und Wärmebedingungen, und beschreibt darin eine von ihm entwickelte Methode, um einzelne Schlangen-Individuen nur anhand von Fotos wiedererkennen zu können, anstatt sie extra kennzeichnen oder markieren zu müssen. 

Eine Faszination für Schlangen war schon da, „seit er denken kann“. Und je mehr Wolfgang Dibiasi  sich mit der Natur befasste, umso mehr interessierte er sich auch für die Krabbeltiere, besonders für giftige Arten: „Ich fand es einfach faszinierend, dass so kleine Tiere mit ihrem Gift die Regeln der Natur ändern. Wie David gegen Goliath – der Kleine, der den Großen im Kampf besiegt.“ 

Erfolgreicher Youtube-Biologe

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit betreut Dibiasi ganz „nebenbei“ auch noch seinen mittlerweile sehr erfolgreichen Kanal. „Dies ist mehr als nur ein Hobby, eher schon ein Nebenjob“, erklärt Dibiasi gegenüber STOL. Kein Wunder, stellt er doch 2 Mal pro Woche ein neues Video online. 

Die giftigsten Tiere in Südtirol sind laut dem Experten die 3 in Südtirol heimischen Giftschlangen, also Kreuzotter, Hornotter und Aspisviper. Weitere Gifttiere in Südtirol sind die Dornfingerspinne, die sich aber nur sehr selten in Gebäude verirrt und fast ausschließlich in der Nähe von Feuchtgebieten anzutreffen ist, und die Falsche Witwe. Beide verursachen unangenehme Symptome. 

Diabiasi nennt außerdem auch die Bienen und Wespen als giftigste Tiere Südtirols. Gerade die Biene hat ein sehr hohes allergenes Potential und ist weltweit als Gifttier für den Menschen relevant. Wie ein Wespenstich wirkt, erklärt der Gifttierexperte in folgendem Video.

Was die Skorpione betrifft, erklärt Dibiasi, ist der sogenannte Euscorpius Italicus in Südtirol anzutreffen. Er verursacht im Falle eines Stiches eine leichte Rötung. „Ein Stich des gefürchteten Skorpions ist aber weit weniger giftig als etwa ein Bienenstich“, so Dibiasi.

Von der Toxizität her allerdings sind die Zygaenen die giftigsten Tiere Südtirols, Schmetterlinge, die eine hohe Konzentration von Blausäure im Körper haben. Auch der Feuersalamander ist giftig. Über Drüsen am Nacken gibt er bei Gefahr eine weiße giftige Flüssigkeit ab.

Dibiasi hat durch seine Internet-Aktivität schon einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt und wird auch immer häufiger als Experte befragt, kürzlich war er mit einer eigenen Dokumentation auf „OE24“ zu sehen. Und wie bereits erwähnt, jeden Mittwoch und Samstag gibt es ein neues Video auf seinem Kanal. Schauen Sie doch rein, damit auch Sie wissen, was um Sie herum so alles fleucht und kreucht.

stol/vs

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