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Artikel vom Mittwoch, 22. Mai 2019

Vielfalt in Garten, Feld und Acker durch Wildniszonen

Am Mittwoch wurde im Ortskern von Brixen auf dem Bauermarkt am Hartmannsplatz eine interaktive „Bildungsüberraschung“ organisiert. Das Thema diesmal war der Lebensraum für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt. Die Kampagne MahlZeit lud gemeinsam mit dem Forstinspektorat Brixen und dem Verein Sortengarten zur Erschaffung von Wildniszonen im eigenen Garten ein, um mehr Lebensraum für die Erhaltung der Vielfalt zu gewinnen.

Wildniszonen für die Artenvielfalt. - Foto: Siiri Eydner / MahlZeit

Wildniszonen für die Artenvielfalt. - Foto: Siiri Eydner / MahlZeit

Das Thema Artenvielfalt und Biodiversität gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Die Veränderungen in der Umwelt, die intensive Bebauung und industrialisierte Landwirtschaft tragen dazu bei, dass natürliche Lebensräume zunehmend verschwinden.

Der Internationale Tag der Artenvielfalt soll daran erinnern, dass die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen bedroht ist. Dabei können wir alle mit einfachen Maßnahmen dafür sorgen, dass die Gärten und Grünflächen wieder zu Insektenweiden und Lebensraum für allerlei Nützlinge werden.

Die Kampagne MahlZeit stellte Methoden vor, wie mehr Lebensraum für die Artenvielfalt in den Gefilden, auf den Wiesen und in den Gärten geschaffen werden kann.

Das Prinzip Benjes-Hecke

Dabei wurden praktische Tipps gegeben, wie Wildniszonen mit wenig Aufwand eingerichtet werden können. Beispielsweise kann man eine sogenannte Benjes-Hecke anpflanzen. Das Prinzip der Benjes-Hecke besteht darin, Hecken durch Windanflug und durch Samen aus dem Kot rastender Vögel aufbauen zu lassen.

Benjes-Hecken oder Totholzhecken sind Hecken, die durch Ablagerungen von hauptsächlich dünnerem Gehölzschnitt, wie Ästen und Zweigen entstehen. Das kann mit Neuanpflanzung von einheimischen Sträuchern kombiniert werden. Diese Hecken bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung. Es geht also lediglich darum, die im Garten überflüssig gewordenen Materialien nicht zu entsorgen sondern sinnvoll zu verwerten und Neues daraus entstehen zu lassen.

Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat Brixen, dem Verein Sortengarten und der Organisation für Eine solidarische Welt (oew) organisiert. Die oew ist die Trägerin der Aktionen der Mahlzeit-Kampagne im Jahr 2019. Finanziell gefördert werden die Aktionen vom Amt für Weiterbildung.

stol

 

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