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Artikel vom Freitag, 10. November 2017

Auf einen Espresso mit Heinz Fischer

Wenn Heinz Fischer an der Uni Innsbruck seine Vorlesung hält, dann gibt es im Hörsaal ein Platzproblem. Das hat 2 Gründe: Fischer gilt als profunder Kenner der österreichischen Politik und war 12 Jahre lang österreichischer Bundespräsident. Am Donnerstagabend sprach der ehemalige SPÖ-Politiker in Bozen aber über Europa. Und wieder gab es ein Platzproblem.

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Südtirol bleibt ein Thema der österreichischen Politik, sagt Heinz Fischer. - Foto: DLife

Südtirol bleibt ein Thema der österreichischen Politik, sagt Heinz Fischer. - Foto: DLife

Heinz Fischer ist gut gelaunt als er sich am Freitagvormittag im Bozner Hotel Laurin mit Südtirol Online trifft. „Passt eh, dass ich keine Krawatte umgebunden habe“, meint er und lacht. Gute Laune hin oder her, Fischer ist in Eile, er muss nach Wien zurück. Ein Verlängerter geht sich nicht aus, ein Espresso ist aber drin.

„Europa – Wie geht es weiter?“

Der 79-jährige Steirer gehört zur österreichischen Zeitgeschichte wie Leopold Figl, Bruno Kreisky und jetzt auch Sebastian Kurz. 1971 wurde Fischer das erste Mal für die SPÖ in den Nationalrat gewählt, später wurde er Klubobmann, Minister und 2004 schließlich Bundespräsident.

Seit 2016 befindet sich Fischer im Politiker-Ruhestand, allerdings nicht in Politikpension. Der Professor für Politikwissenschaften lehrt zurzeit an der Universität Innsbruck, dieses Semester liest er über Parlamentarismus.

Am Donnerstagabend sprach er in Bozen – auf Einladung der Volkshochschule Südtirol und des Kiwanis Club Bozen – über Europa. „Wie geht es weiter?“, lautete Fischers Eingangsfrage ans Publikum und an sich selbst. Freie Plätze gab es zu dem Zeitpunkt im Kolpingsaal keine mehr.

„Es gibt Probleme und ungelöste Fragen in Europa“

Tags darauf, er hat soeben mit Landeshauptmann Arno Kompatscher gefrühstückt, trifft sich Heinz Fischer mit STOL. Ob er wisse, wie oft er während seines Vortrages das Wort „Krise“ benutzt habe, fragen wir.

Fischer runzelt die Stirn. Krise? „Ich sprach von Problemen und ungelösten Fragen, nicht von Krisen“, erklärt Fischer, nippt an seinem Espresso und beginnt zu sprechen: über Europa, Österreich und über Südtirol.

stol/aw

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