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Artikel vom Mittwoch, 22. Mai 2019

Euregio tagt in der Franzensfeste und will sichtbarer werden

Gemeinsam an einem Strang ziehen wollen die Länder der Europaregion, inbesondere in den Bereichen Mobilität, Museen und Jugend. Das vereinbarte der Euregio-Vorstand heute in der Franzensfeste.

Die Euregio-Spitze tagte am Mittwoch auf der Franzensfeste.

Die Euregio-Spitze tagte am Mittwoch auf der Franzensfeste. - Foto: LPA

Die Europaregion weiter stärken und sichtbar machen, aber auch die Kräfte bündeln, um Herausforderungen gemeinsam besser meistern zu können, das will der Vorstand der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, der am Mittwoch in erneuerter Zusammensetzung unter Südtiroler Vorsitz in der Franzensfeste getagt hat.

Ein Zeichen des Sichtbarmachens sind die Euregio-Schilder, die künftig Einheimische und Gäste gleichermaßen an den Euregio-Grenzen willkommen heißen. Das erste dieser Schilder wurde am Mittwoch enthüllt - eine Euregio-Landkarte, die ab Herbst in jedem Klassenzimmer hängen wird, soll Wissen über die Euregio fördern.

Im Laufe der Sitzungen von Vorstand und Gremien der Euregio wurde amMittwoch zunächst das umfangreiche Arbeitsprogramm präsentiert, das gemeinsamen Vorhaben im Bereich der Museen, in der Jugendarbeit und einen Schulterschluss zur Bewältigung der Verkehrsprobleme umfasste.

Grenzüberschreitende Mobilität, verbesserter Informationsfluss

Der Vorstand unterstrich seine Bemühungen für eine gemeinsame und nachhaltige Verkehrspolitik auf der Brennerachse, bei der die Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Schiene eine zentrale Rolle einnimmt.

Arno Kompatscher, der Präsident der Europaregion und Landeshauptmann von Südtirol, berichtete über die jüngsten Entwicklungen in Hinblick auf die Konzessionsvergabe zur Führung der Brennerautobahn A22. Das neue Abkommen ermögliche künftig die Einführung einer Umweltmaut, um die Verlagerung von der Straße auf die Schiene voranzutreiben und der Kostenwahrheit des Verkehrs Rechnung zu tragen.

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter begrüßte die dreißigjährige Konzessionsverlängerung ebenso wie sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti: sie führe einen Schritt weiter zur Korridormaut und gebe Gestaltungsspielraum. Es gelte zudem, die Kommunikation zwischen allen Partnern in der Europaregion zu optimieren und die Information über die Verkehrslage und etwaige verkehrseinschränkende Maßnahmen zu verbessern. Dazu hat auch das Gemeinsame Büro der Europaregion auf seiner Homepage eine eigene Seite "Info Mobilität" eingerichtet.

Nächste Euregio-Aktionstage Mobilität

Europaregionweit freie Fahrt für die Bürger wird es auch 2019 geben: Nach dem Erfolg der vergangenen Mobilitätstage sollen die nächsten Euregio Aktionstage Mobilität am Samstag, 21. September (Euregio Fest), und am Montag, 21. Oktober 2019 (Abschluss Gedenkjahr Kaiser Maximilian und Übergabe der EuregioPräsidentschaft), stattfinden. An den Aktionstagen ist die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der gesamten Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino für Inhaberinnen und Inhaber eines Abonnements im öffentlichen Personennahverkehr sowie Inhaberinnen und Inhaber des EuregioFamilyPass gestattet. Die Organisation der Mobilitätstage wird in Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesämtern in den drei Mitgliedsländern durchgeführt.

Euregio-Fest in Neumarkt am 21. September 2019

Der Euregio-Vorstand hat sich auch mit dem kommenden Euregio-Fest zum Abschluss der Südtiroler Präsidentschaft befasst. Zeitgleich mit dem Aktionstag Mobilität wird am Samstag, 21. September, die Gemeinde Neumarkt mit ihrem historischen Dorfkern ganz im Zeichen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino stehen. „Wir wollen eine zukunftsfähige Euregio für die Menschen greifbar machen. Wie kann man das besser als mit einem gemeinsamen Fest?“, betonten die Landeshauptleute der Europaregion.

Euregio-Sonderpreis „Junge Forscher gesucht“

In Zusammenarbeit mit den Organisatoren des Wettbewerbs „Junge Forscher gesucht“ der Eurac Bozen wird die Euregio einen Sonderpreis ausschreiben, der im Rahmen der laufenden Wettbewerbsausschreibung 2019/2020 erstmals vergeben wird. Der Sonderpreis soll in einem zweitägigen Studienaufenthalt mit Besuch der für Forschung und Entwicklung zuständigen europäischen Institutionen in Brüssel bestehen und in Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Vertretung der Europaregion in Brüssel organisiert werden.

Euregio-Grenzschilder

Die Wahrnehmung der Europaregion soll in der Bevölkerung einen sichtbaren Ausdruck erhalten und das Gebiet der Europaregion als europäisches Passland im europäischen Kontext auch eine erhöhte Sichtbarkeit der Europaregion für Reisende und Besucher ermöglichen. Deshalb werden an den Außengrenzen der Europaregion große mehrsprachige Hinweisschilder angebracht, die Reisende im Gebiet der Europaregion willkommen heißen.

lpa

 

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