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Artikel vom Mittwoch, 13. September 2017

Mehr Männer in Schule und Kindergarten gefordert

In der Plenarsitzung des Landtags am Mittwoch haben die Grünen einen Antrag zur Erhöhung der männlichen Lehrer und Kindergärtner eingereicht.

Für mehr Männer auf dem Bildungsweg der Kinder setzen sich die Grünen ein.

Für mehr Männer auf dem Bildungsweg der Kinder setzen sich die Grünen ein. - Foto: shutterstock

Bereits im April war im Landtag darüber diskutiert worden, nun hat Abgeordnete Brigitte Foppa eine neue Fassung  des Antrags vorgelegt.

Demnach sollen Männern Einblick in den Alltag von Schule und Kindergarten ermöglicht werden, die Kontakte zwischen Schule und Jugendorganisationen vertieft, die Attraktivität des Studienorts Brixen erhöht und ein attraktives berufsbegleitendes Angebot für Quereinsteiger studiert werden.

„Der Bildungsbereich in unserem Land ist bis zum Ende der Grundschule fest in weiblicher Hand“, stellte Foppa fest. In Kindergärten ist der Anteil männlicher Erzieher verschwindend klein und an den Grundschulen sind nur 293 der insgesamt 4.017 Lehrer Männer. Diese Daten gehen aus Erhebungen des ASTAT hervor.

Dabei wäre es für die Kinder eine große Bereicherung, in diesen frühen Jahren sowohl weibliche und männliche Lehrkräfte als Rollenvorbilder zu erleben.

Antrag angenommen

Veronika Stirner von der SVP, die den neuen Antrag mit unterzeichnet hat, unterstützte die Forderung. In Kindergärten und Schulen brauche es eine stärkere männliche Präsenz. Bei Sommerprogrammen würden Kinder sehr oft auch von jungen Männern betreut. Die jungen Männer, meist Studenten, zeigten Interesse, und die Kinder hätten eine Freude damit.

Die Süd-Tiroler Freiheit kündigte indes die Enthaltung seiner Fraktion an. In Kindergärten sei laut Sven Knoll ein Zugang für Männer schwierig, da es bereits beim Begleiten auf die Toilette zu Problemen kommen könnte.

Sehr bald werde man für Kindergarten und Grundschule Männer und Frauen suchen müssen, die Interesse an dieser Arbeit hätten, meinte Landesrat Philipp Achammer, denn immer weniger würden sich dafür ausbilden. Es wäre gut wenn beide Geschlechter präsent seien. Ein neues Berufsbild sei nicht sinnvoll, das würde eigene Verhandlungen mit den Gewerkschaften bedeuten.
Der Antrag wurde mit 12 Ja, 2 Nein und 12 Enthaltungen angenommen.

stol

 

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