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Artikel vom Dienstag, 3. April 2018

Minority SafePack: „Ich bin stolz auf unsere Landsleute“

Die Million an Unterschriften für den Minority SafePack ist gesammelt, und auch Südtirol hat sein Quorum erreicht. Darüber erfreut zeigen sich auch der Präsident des Regionalrats Thomas Widmann und der EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann.

Die Million Unterschriften sind geknackt. - Foto: DLife

Die Million Unterschriften sind geknackt. - Foto: DLife

„Mit über 59.000 Unterschriften hat auch unser Land das Ziel der europäischen Bürgerinitiative Minority SafePack zum Schutz der europäischen Sprachminderheiten erreicht. Ich bin besonders stolz auf diese Leistung. Unsere Region ist ein Beispiel dafür, wie sprachliche Minderheiten einen Mehrwert für die ganze Gesellschaft darstellen“, sagt Thomas Widmann, Präsident des Regionalrats am Dienstag.

„Es ist nicht möglich, an eine Europäische Union zu denken, in der es keinen Schutz für all jene Komponenten gibt, auch Minderheiten, die ihre Geschichte geschrieben haben. Trentino-Südtirol wurde als Experiment des Zusammenlebens geboren, heute sind wir ein Vorzeigemodell. Der Erfolg dieses Projekts hat gezeigt, dass sich auch die Bürger dessen bewusst sind, und ich möchte mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, ein starkes Signal an Europa zu senden und auch den Wert unserer eigenen Autonomie zu stärken.“

Dorfmann: „Werde dafür sorgen, dass Initiative konkrete Ergebnisse bringt“

Auch der Südtiroler Abgeordnete im Europäischen Parlament Herbert Dorfmann zeigt sich erfreut über die erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative: „Das ist jetzt vor allem ein Arbeitsauftrag an das Europäische Parlament“, sagt Herbert Dorfmann.

Die Regelung über Europäische Bürgerinitiativen sehe vor, dass unmittelbar nach Erreichen des Quorums eine Parlamentsdebatte mit den Initiatoren der Initiative stattfinden muss: „Das kann aber nur ein erster Schritt sein auf dem Weg zu einem wirklichen europäischen Minderheitenschutz. Die Europäische Kommission kann sich um das Thema nicht mehr weiter herumdrücken. Ich freue mich schon auf die Debatte im Parlament. Dabei darf es aber nicht bleiben. Ich werde mit meinen Kollegen  am Ball bleiben und dafür sorgen, dass die Bürgerinitiative konkrete Ergebnisse bringt“, meint Dorfmann.

Die Million Unterschriften seien, so Dorfmann weiter, das seit Jahrzehnten wichtigste Druckmittel, um die Frage der Minderheiten auf europäische Ebene zu heben.

In ganz Europa sind 1.192.165 Unterschriften gesammelt worden und neben Italien haben Bulgarien, Dänemark, Spanien, Kroatien, Ungarn, Litauen, Lettland, Rumänien, Slowenien und die Slowakei das erforderliche Quorum erreicht.

stol

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