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Artikel vom Freitag, 12. Juli 2019

Rat und Hilfe fürs Ehrenamt

Das neue Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt DZE ist am Freitag in Bozen vorgestellt worden. Es baut auf ein Netzwerk von 63 Freiwilligenorganisationen und unterstützt solche.

Das DZE wird vorgestellt: Zahlreiche Vertreter von Vereinen und unterstützenden Organisationen sind dabei (FOTO: LPA/Angelika Schrott)

Das DZE wird vorgestellt: Zahlreiche Vertreter von Vereinen und unterstützenden Organisationen sind dabei (FOTO: LPA/Angelika Schrott)

Vereinsrecht, Weiterbildung, Versicherung, Steuer und vieles mehr: In all diesen Fragen ist das neue Kompetenzzentrum für Ehrenamt und Freiwilligenwesen Anlaufstelle für die ehrenamtlichen Organisationen, wie Direktor Ulrich Seitz am Freitag bei der Vorstellung in Bozen unterstrich.

Im seit Februar aktiven, neuen Dienstleistungszentrums für das Ehrenamt DZE arbeiteten anfangs 28 Organisationen zusammen. Inzwischen sind 63 Organisationen daraus geworden. Sie umfassen insgesamt 2300 Vereine aus verschiedenen Bereichen.

Vereine unterstützen sich 

Die neue Einrichtung sei ein positiver Effekt der Reform des Dritten Sektors, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher: „Es ist ein guter Ansatz, dass die Vereine sich selbst gegenseitig unterstützen. Sie wissen am besten, was sie brauchen.“

Das DZE könne beispielsweise bei den Ansuchen für die von der Landesregierung kürzlich beschlossenen Zuschüsse Hilfe bieten. „Vereine sind sinnstiftend und geben Heimat. Das Ehrenamt ist ein wichtiger Pfeiler des Wohlbefindens in Südtirol. Die Landesregierung will es noch stärker unterstützen, damit wir den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel besser begegnen können“, betonte Kompatscher.

Laut DZE-Präsidentin Martina De Zordo steht das Ehrenamt für soziales Verantwortungsbewusstsein: „Es bedeutet, für das Wohl der Gesellschaft wirksam zu sein.“ In Südtirol engagieren sich laut De Zordo im Durchschnitt doppelt so viele Menschen im Ehrenamt als in anderen Provinzen Italiens. Rund 150.000 Menschen sind in Südtirol im Ehrenamt tätig – aufgeteilt auf 4500 Vereine und Organisationen. „Als fiktive Wertschöpfung erwirtschaftet das Ehrenamt in Südtirol im Jahr 500 Millionen Euro. Das wären fünf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes“, sagte De Zordo.

Antworten in Steuer- und Rechtsfragen

Das DZE unterstützt die Organisationen auch bei der Bewältigung der Reform des Dritten Sektors.  Sie stellt laut DZE-Vizepräsident Sergio Bonagura viele Vereine vor Herausforderungen, da sie sehr komplex sei. „Allerdings bringt sie auch Vorteile: im Steuerbereich, neue Einnahmemöglichkeiten etwa über Spenden und mehr Sicherheit für die Mitglieder.“

Beratung im Rechts- und Steuerbereich sei für die ehrenamtlichen Organisationen besonders wichtig, sagte Konrad Bergmeister, Präsident der Stiftung Südtiroler Sparkasse, die das DZE finanziell unterstützt. Bergmeister verwies auf die bedeutende Rolle der Vereine und Organisationen für die Bildung und Weiterbildung in Südtirol.

Das DZE hat seinen Sitz im Eingangsbereich des Palais Widmann (Silvius-Magnago-Platz 1) in Bozen und wird vom Trägerverein „ODV Dienstleistungszentrum für das Ehrenamt“ geleitet. Es verwaltet die Gelder aus dem FUN-Fonds des Staats (fondo unico nazionale) sowie für spezifische Projekte oder Leistungen bereit gestellte Gelder. Zudem berät das DZE die Vereine. Dabei arbeitet es eng mit dem Landesamt für Kabinettsangelegenheiten zusammen.

lpa/stol

HansJuergen Riedl, Tschengls

Alles schön und gut - nur bisher finde ich hat das DZE auf der ganzen Linie versagt, schließlich mussten die Verbände selbst schauen wie sie mit den dritten Sektor zurecht kommen. Leider hat man es versäumt für das Südtiroler Vereinswesen (dies sicherlich sehr komplex ist) in seiner Gesamtheit eine Mustersatzung zu schaffen, so geschah und geschieht es wiederum, dass jeder Verband sein eigenes Süppchen kocht u kochen muss und sich wie eh und je am Rande der Legalität bewegt. Wäre es nicht das einfachsteund naheliegendste, dass ein Verein der sozial oder kulturell - arbeitet in welchem Bereiech auch immer (ob Sport, Musik, Feuerwehr, Schützen, Jugendorganisationen, Seniorenverbände, karikative Vereine, usw..) gänzlich von Steueren bei Veranstaltungen befreit sein sollte? Denn die daraus resultierenden Einnahmenkommen ja wieder der Organisation zu Gute - leider wird dbzgl mit zweierlei Maß gemessen - verschiedene Vereine - verschiedene Abrechnungsmodalitäten und die ausufernde Bürokratie und Vorschriften kennt hier leider keine Grenzen, sodass ehrenamtliche angagierte Personen sich vermehrt mit Zetteln befassen müssen als mit der eigentlichenn Tätigkeit - verzeiht meine Kritik hoffe, dass sich was ändert in dieser Hinsicht, denke hier sollte auch unsere Autonomie wahrgenommen werden und verbessert zum Tragen kommen.

12.07.2019 15:07 Uhr

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