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Artikel vom Dienstag, 15. November 2016

SVP: Der verlorene Bezirk kehrt heim

Seitdem die Landesregierung im Juli beschloss, die Geburtenabteilung Sterzing zu schließen, herrschte Eiszeit zwischen Sterzing und Bozen – auch innerhalb der SVP. Nun kehrt der „verlorene Edelweiß-Bezirk“ in den Schoß der Partei zurück.

Das Edelweiß zeigte sich seit Juli zerrupfter als sonst. Nun kehrt die SVP Wipptal in den Schoß der Partei zurück.

Das Edelweiß zeigte sich seit Juli zerrupfter als sonst. Nun kehrt die SVP Wipptal in den Schoß der Partei zurück. - Foto: shutterstock

Wie der Pressedienst der SVP am Dienstagvormittag in einer Aussendung wissen lässt, habe der Bezirksausschuss der SVP Wipptal am Montagabend die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der Mutterpartei beschlossen – und dies mit großer Mehrheit. STOL hatte bereits am Sonntag vom nahenden Ende der Eiszeit berichtet (lesen Sie hier das Interview mit Karl Polig, SVP-Bezirksobmann im Wipptal).

Im Video: Das Interview mit Karl Polig

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Sitzung mit Parteiobmann und Landeshauptmann

Insgesamt 80 Vertreter der Ortsausschüsse nahmen an der Sitzung, zu der Parteiobmann Philipp Achammer und Landeshauptmann Arno Kompatscher gekommen waren, teil. „Nach vierstündiger Beratungen einigten sich die Bezirksvertreter mit Landeshauptmann und Parteiobmann auf 15 verschiedene Maßnahmen, mit denen die gesamte Gesundheitsversorgung für die Wipptaler Bevölkerung im Rahmen der Gesundheitsreform gezielt gestärkt werden kann“, heißt es in der Aussendung der SVP.

Eiszeit nach Geburtshilfe-Beschluss

Wie bekannt, hatten sich SVP-Zentrale in Bozen und SVP Wipptal gerade über das Thema der Gesundheitsreform überworfen. Als die Landesregierung im Juli den Beschluss fasste, die Geburtenabteilung Sterzing zu schließen, kündigte der SVP-Bezirk die Zusammenarbeit auf (STOL hat berichtet). Keine Teilnahme an landesweiten Sitzungen mehr, kein Einsammeln der Mitgliedsbeiträge. Bezirksobmann Karl Polig meinte im STOL-Interview, die Debatte über die Gesundheitsreform habe der SVP im Wipptal sicher mehr geschadet als der Rentenskandal.

Achammer nach Einigung erfreut

Mit der Einigung am Montagabend soll das Eis, parteiintern, wieder schmelzen. Obmann Achammer wird in der SVP-Pressemeldung mit den Worten zitiert, er betrachte die Klärung als „wichtigen Schritt für die Gesamtpartei“. „Wir sind nur dann Sammelpartei, wenn alle Bezirke und Interessensgruppen mit am Tisch sitzen.“

Die beschlossenen Leistungsprofile, „welche die verschiedenen Dienste im Sterzinger Krankenhaus absichern“, würden Eingang in den neuen Landesgesundheitsplan finden, heißt es in der Pressemitteilung. Einzig die Frage der Anzahl der Department-Leiter und Primariate für die kleineren Krankenhäuser sei nach Montag nach offen geblieben.

Geburtshilfe: Verfahren vor Verwaltungsgericht

Die Geburtshilfe Sterzing ist indessen Geschichte. Am 31. Oktober 2016 schloss die Abteilung ihre Tore. Der Stadtrat von Sterzing und die Gemeindeverwaltung von Freienfeld gehen gegen den Beschluss der Landesregierung vor dem Verwaltungsgericht vor.

stol

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