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Artikel vom Mittwoch, 5. September 2018

Südtirol würdigt Melandri, Tichy und Hansen

Am heutigen 5. September, dem Jahrestag der Unterzeichnung des Pariser Vertrages, haben Francesca Melandri, Helmut Tichy und Hans Heinrich Hansen auf Schloss Tirol die höchste Auszeichnung des Landes Südtirol, den Großen Verdienstorden, verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um das Land außerordentlich verdient gemacht haben, aber nicht in Südtirol ansässig sind. STOL war vor Ort, um mit den 3 Preisträgern zu sprechen.

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Helmut Tichy (v.l.), Francesca Melandri und Hans Heinrich Hansen mit dem Großen Verdienstorden. - Foto: DLife

Helmut Tichy (v.l.), Francesca Melandri und Hans Heinrich Hansen mit dem Großen Verdienstorden. - Foto: DLife

Die Verdienste der 3 Geehrten: 

Hans Heinrich Hansen (Jahrgang 1938) wohnt in Ekensund (Dänemark) und ist Angehöriger der deutschen Minderheit in Dänemark. Beruflich war er Tierarzt. Das, was Südtirol besonders mit Hans Heinrich Hansen verbindet, ist die Minority-Safepack-Initiative (MSPI), die europäische Bürgerinitiative für mehr Minderheitenrechte in Europa: eine Initiative, die 2018 nach erfolgreichem Abschluss gefeiert wurde und zu der Hans Heinrich Hansen einen entscheidenden Beitrag geleistet hatte. Es war Hansen, der diese Initiative als FUEN-Präsident und als Vorsitzender der MSPI auf den Weg und damit Europa in die Verantwortung für Minderheiten brachte.

Francesca Melandri (geboren 1964 in Rom) ist eine italienische  Autorin mit besonderem Bezug zu Südtirol. 2010 veröffentlichte Melandri ihren ersten Roman „Eva dorme“ („Eva schläft“), den sie im Südtirol der 1960er und 1970er Jahre ansiedelte. Die Geschichte Südtirols in Romanform erzählend hat Melandri nicht nur einen besonders tiefsinnigen Zugang zu deren Auseinandersetzung und Aufarbeitung, sondern auch neuen Interpretationsspielraum für die Gegenwart und die Zukunft Südtirols geschaffen. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in einem komplexen Gesellschaftssystem und trägt zum besseren Verständnis Südtirols weit über die Grenzen hinaus bei.

Helmut Tichy (Jahrgang 1958) ist österreichischer Staatsbürger und einer der ranghöchsten Diplomaten der Republik. Er ist seit 1983 im diplomatischen Dienst im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten (heute Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres) tätig. Als Leiter des Völkerrechtsbüros ist er stets die erste Ansprechperson auf Beamtenebene, wenn es um die Lösung völkerrechtlicher Fragen betreffend Südtirol geht. Wann immer Südtirol um rechtliche Unterstützung ersuchte, war Botschafter Tichy zur Stelle. Helmut Tichy ist mit seinen umfassenden Fachkenntnissen im Völkerrecht und zusätzlich auch im Europarecht ein unverzichtbarer Berater und rechtspolitisch gewichtiger Unterstützer des Landes Südtirol. Dank seines Einsatzes konnten für Südtirols Autonomie wichtige Weichen gestellt werden.

stol

 

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